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Abstimmung zum neuen Fussballplatz

Am Sonntag stimmen die Oberdiessbacher über den Bau eines neuen Fussballplatzes ab. FDP, SP und EVP unterstützen die Vorlage. «Falscher Ansatz», findet dagegen die SVP. Eine Mehrzweckhalle würde mehr Vereinen dienen.

Diese Schrebergärten in Oberdiessbach müssen möglicherweise bald einem neuen Fussballplatz weichen. Am Sonntag stimmt das Volk darüber ab.
Diese Schrebergärten in Oberdiessbach müssen möglicherweise bald einem neuen Fussballplatz weichen. Am Sonntag stimmt das Volk darüber ab.
Marco Zysset

In wenigen Tagen entscheidet sich, ob in Oberdiessbach Fussballerträume wahr werden oder nicht: Am kommenden Sonntag stimmt das Volk darüber ab, ob im Gebiet Leimen, nahe der alten Ziegelei, ein neuer Fussballplatz mit einem Hauptfeld aus Naturrasen und einem Trainingsspielfeld aus Kunstrasen entstehen soll. Dies als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Sportplatz im Kächbrunnen.

Für den Gemeinderat ist klar, dass der neue Fussballplatz, trotz der hohen Erstellungskosten von 4,5 Millionen Franken, dringend nötig ist. Sanierung und Ausbau seien im Kächbrunnen nicht möglich, ein Neubau im Gebiet Leimen ideal, so der Gemeinderat in der Abstimmungsbotschaft.

FDP: «Den Preis ist es wert»

Für den Bau des neuen Sportplatzes sprechen sich auch drei der vier Ortsparteien aus. So betont etwa die FDP in der Botschaft, dass eine neue Infrastruktur «unumgänglich» sei: «Die wertvolle Jugendarbeit des FC Oberdiessbach muss weitergeführt werden.» Beim geplanten Sportplatz handle es sich nicht um ein übertriebenes Projekt: «Den Preis ist es wert.»

Die Bruttokosten für den Bau belaufen sich dank Beiträgen aus dem Sportfonds und mit dem Verkauf von Bauland im Kächbrunnen auf 1,8 Millionen. Damit würden die Folgekosten und die Belastung des Steuerhaushalts in einem vertretbaren Rahmen bleiben, so die FDP.

SP: «Teuer, aber notwendig»

Auch die SP unterstützt das Vorhaben des Gemeinderats grundsätzlich. Allerdings betont die Partei: «Die Kosten für die Sportanlage Leimen sind eigentlich jenseits der Schmerzgrenze.» Den Stimmbürgern empfiehlt sie, die Vorlage dennoch anzunehmen. «Die alte Infrastruktur im Diessbachgraben verunmöglicht jede Entwicklungsmöglichkeit des Fussballklubs», so die SP.

Weil die Nettokosten dank dem Verkauf von Bauland gesenkt werden können, unterstütze man das Projekt. Ausserdem sei der neue Standort im Gebiet Leimen ideal. Da das Areal früher eine Deponie war, gibt es heute nur beschränkte Nutzungsmöglichkeiten. «Eine Nutzung als Sportanlage ist sinnvoll», ist die SP überzeugt. Die Verlegung des Fussballplatzes und der Verkauf von Bauland im Kächbrunnen ermögliche der Gemeinde zudem die Weiterentwicklung von bestehendem Siedlungsgebiet.

EVP: «Mehr Lebensqualität»

Auch für die EVP ist ein neuer Sportplatz im Gebiet Leimen die optimale Lösung: «Der Platz ist zwar etwas abgelegen, die Belastung durch Lärm und Licht wird aber mit diesem Standort für die Dorfbevölkerung möglichst klein gehalten», so die Partei. Die Nettokosten von 4,5 Millionen seien happig. Ein neuer Fussballplatz führe aber zu einer Steigerung der Lebensqualität im Dorf – «und das darf uns auch etwas kosten», betont die EVP.

Wichtig ist der Partei allerdings, dass mit der Realisierung des Projekts nicht andere wichtige Infrastrukturvorhaben wie der Bau einer Mehrzweckhalle verunmöglicht werden.

SVP: «Eine Halle für alle»

Die Ablehnung der Vorlage empfiehlt somit nur die SVP. Man unterstütze zwar grundsätzlich die Idee eines neuen Fussballplatzes im Gebiet Leimen. Der Ansatz des Gemeinderats sei aber falsch. Nebst dem Bau des Sportplatzes hat dieser nämlich noch weitere grosse Infrastrukturprojekte, darunter der Bau einer Mehrzweckhalle, im Sinn: Dieses Vorhaben ist allerdings noch nicht terminiert.

Für die SVP ein Fehler: «Damit werden die Vereine massiv ungleich behandelt.» Eine Mehrzweckhalle, die allen Sport- und Kulturvereinen von Oberdiessbach dienen würde, entspreche dem aktuellen Bedürfnis. Zumal die Möglichkeiten für kulturelle Anlässe in jüngster Zeit, beispielsweise mit der Schliessung des «Bären», weiter abgenommen hätten.

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