Aus Steinen wird hier Kies

Wimmis

Für 17 Millionen Franken hat Vigier Beton Berner Oberland das neue Kieswerk Steinigand realisiert. Am Samstag erhält die Bevölkerung Gelegenheit, dieses zu besichtigen und sich über die dortige Art der Kiesgewinnung zu informieren.

Das neu erstellte Wimmiser Kieswerk Steinigand: Die für rund 17 Millionen Franken realisierte moderne Produktionsanlage der Vigier Beton Berner Oberland AG ist an der Strasse nach Spiez gelegen. Im Hintergrund die Pyramide des Niesens.

Das neu erstellte Wimmiser Kieswerk Steinigand: Die für rund 17 Millionen Franken realisierte moderne Produktionsanlage der Vigier Beton Berner Oberland AG ist an der Strasse nach Spiez gelegen. Im Hintergrund die Pyramide des Niesens.

(Bild: Peter Rothacher)

Rund 17 Millionen Franken hat der Neubau der Kieswerk Steinigand AG (Kiestag) in Wimmis gekostet. Das Unternehmen bildet den Hauptsitz der Vigier Beton Berner Oberland, die mit den drei weiteren Unternehmensgruppen Mittelland, Seeland Jura und Romandie der Vigier Holding und dem französischen Vicat-Konzern angehört.

Auf dem Gelände an der Kander in Wimmis hat am 30.August 2012 der Spatenstich für das neue Kieswerk stattgefunden. «Nach 22 Monaten Bauzeit erfolgt nun heute Freitag dessen offizielle Einweihung mit einem Kundenanlass, und morgen wird der Bevölkerung mit einem Tag der offenen Türe Einblick gewährt», freut sich Unternehmensleiter Christoph Künzi. Das alte Kieswerk und drei andere wurden stillgelegt.

Leistung wird verdoppelt

Das neue Werk – mit dem imposanten Betongebäude vor der Kulisse des Niesens – verfügt über eine eigene Trafostation sowie eine Kläranlage, in der das anfallende Prozesswasser gereinigt und wieder dem Waschprozess zugefügt wird. «Die Produktionskapazität liegt bei 250 Tonnen Gesteinskörungen pro Stunde, mit der wir das gesamte Einzugsgebiet der Vigier Beton Berner Oberland versorgen können.»

Mit der Inbetriebnahme des neuen Werkes in Wimmis werde die Leistung im Vergleich zur bisherigen, alten Anlage mehr als verdoppelt, und die bestehenden Arbeitsplätze würden langfristig gesichert, erklärt Künzi. Die Kiestag beschäftigt 125 Personen, Vigier Beton Berner Oberland (über alle Betriebe) insgesamt rund 140 Mitarbeitende.

Die gesamte Gesteinskörungsproduktion für das Berner Oberland, inklusive derjenigen der angeschlossenen Tochterfirmen, beläuft sich auf circa 420'000 Kubikmeter Kieskomponenten pro Jahr. Davon werden laut Künzi rund 190'000 Kubik in den eigenen Betonzentralen in Wimmis, Frutigen, Interlaken und St.Stephan zu Beton, Mörtel und Überzug für die regionale Bauwirtschaft verarbeitet.

Bevölkerung informieren

«Mit dem Tag der offenen Türe im Wimmiser Kieswerk wollen wir der Bevölkerung für das der Firma entgegengebrachte Vertrauen auch danken», betont der Unternehmensleiter. Der Einblick in die Produktion solle den Besuchern zugleich die Bedeutung des gewonnenen Kieses vor Augen führen. «Ein Rohstoff, der in unserer Region vor der Haustüre vorhanden ist und ohne diesen die Bauwirtschaft heute nicht mehr existieren könnte.»

Das Gelände der Kiestag umfasst insgesamt 30 Hektaren, Vertragspartner ist die Burgergemeinde Wimmis, die dem Unternehmen das Land seit Jahrzehnten im Baurecht zur Verfügung stellt.

Tag der offenen Tür: Samstag, 21.6.2014, von 9 bis 17 Uhr. Besichtigung des Geländes inklusive der Anlagen und Maschinen. Festwirtschaft.

www.vigier-beton.ch

Thuner Tagblatt

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