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«Bio ist nicht mehr das, was es mal war»

Sie ist Biobäuerin und bietet Ferien auf dem Bauernhof an: Nathalie Graber-Amstutz (44) aus Sigriswil bewirtschaftet zusammen mit ihrer Familie rund 18 Hektaren Land und macht dabei einiges anders als viele ihrer Berufskollegen.

Nathalie Graber-Amstutz mit Cordoba, einem ihrer jungen Kälbchen: «Mir bringt es persönlich eine gewisse Genugtuung, dass wir unsere Tiere artgerecht und gesund halten.»
Nathalie Graber-Amstutz mit Cordoba, einem ihrer jungen Kälbchen: «Mir bringt es persönlich eine gewisse Genugtuung, dass wir unsere Tiere artgerecht und gesund halten.»
Patric Spahni

Nathalie Graber, Wildhüter Andreas Rubin hat ein Interview mit Ihnen gewünscht. Er möchte wissen, was Sie als Biobäuerin unter der Vernetzung von Lebensräumen verstehen.Nathalie Graber: Einerseits verstehe ich darunter die Vernetzung von Stadt und Land. Die ist aus meiner Sicht eine Notwendigkeit. Viele Leute sehen den Zusammenhang der Esswarenherkunft leider nicht mehr real. Es ist wichtig, dies zu kommunizieren und immer zu informieren! Andererseits achten wir bei der Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen darauf, das Gras in gewissen Intervallen zu mähen, um die darin lebenden Tiere zu schonen. Bei Öko- und Magerwiesen verzichten wir ganz auf den Einsatz von Dünger, womit sicher ein Beitrag zur Biodiversität geleistet wird. Klar ist aber auch: Dadurch wird die Produktion eingeschränkt, wir Bauern werden so auch immer mehr zu Landschaftsgärtnern. Das finde ich nicht nur positiv. Bald sind die Grenzen diesbezüglich erreicht.

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