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«Bypass ist kein isoliertes Projekt»

Die Planung des Bypasses Thun Nord schreitet voran. Am Montag laden Steffisburg und der Kanton zum Infoanlass ein. Gemeindepräsident Jürg Marti betont: «Der Bypass ist ein Teil eines grossen Agglomerationsprogrammes.»

Vor diesen Gewerbegebäuden im Schwäbis soll der Bypass Thun Nord durchführen.
Vor diesen Gewerbegebäuden im Schwäbis soll der Bypass Thun Nord durchführen.
Archiv TT/Spahni

Hat sich seit der öffentlichen Mitwirkung zum Bypass Thun Nord etwas geändert? Was wurde seither unternommen? Wurden kritische und konstruktive Stimmen aufgenommen? Wie gehen die Gemeinde Steffisburg und der Kanton mit dem Widerstand gegen die Parallelstrasse zur Bernstrasse um? Wie steht es um die Finanzierung? Wird der Hübelitunnel je realisiert?

Diese und viele andere Fragen wollen der Gemeinderat von Steffisburg und der Kanton an einer öffentlichen Infoveranstaltung beantworten und im Austausch mit der Bevölkerung Unklarheiten beseitigen. Sie laden am Montag, 16.November, in die Aula Schönau. Der Anlass beginnt um 20 Uhr.

«Projektteile sind konkret»

«Die Projektierung des Bypasses Thun Nord hat seit dem Mitwirkungsverfahren im Herbst 2008 grosse Fortschritte gemacht», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. «Vor allem hat es viele Treffen und Einzelgespräche zu kritischen und konstruktiven Einwänden gegeben», ergänzt Steffisburgs Gemeindepräsident Jürg Marti auf Anfrage. «In Steffisburg wurden etliche Projektteile konkretisiert.» Informiert werde am Montag ebenso über die Zusammenhänge zur Finanzierung seitens des Kantons und des Bundes wie auch über die Agglomerationsprogramme. Und: «Wir präsentieren die Ergebnisse der Abklärungen zur Parallelstrasse im Glockental, der Stockhornstrasse und zur Verkehrsbeschränkung Schwäbismatt», sagt er.

Konkrete Entscheide folgen

«Gewisse Lösungen zeichnen sich ab, die allerdings erst an den bevorstehenden Workshops mit Involvierten definitiv bereinigt und entschieden werden», erklärt Marti. Deshalb könne er keine Details nennen. «Es geht dabei zum Beispiel um die Ausgestaltung der Stockhornstrasse oder die Erschliessung der Gewerbebetriebe zum Bypass.» Zwecks Lärmentlastung soll dieser nicht über die Schwäbisstrasse, sondern hinter dem Wohnquartier durchgeführt werden. «Der Bypass Thun Nord ist kein isoliertes Strassenprojekt von Steffisburg. Die Bevölkerung auf diese Zusammenhänge zu sensibilisieren ist immer wieder wichtig», betont Marti. Die Gemeinden Thun und Steffisburg würden verkehrstechnisch am meisten profitieren.

«Deshalb und im Hinblick auf die fünf noch hängigen Vorstösse der FDP zum Bypass Thun Nord», erklärt der Gemeindepräsident, «werden wir vor der nächsten GGR-Sitzung vom 27. November noch einen zweiten Infoanlass durchführen. Dies, damit alle Ratsmitglieder über die nötigen Informationen verfügen.»

Für Kreisoberingenieur Markus Wyss ist der Infoanlass vom Montag wichtig: «So können wir unter anderem über Sinn und Zweck der Parallelstrasse und allgemein über den aktuellen Planungsstand beim Bypass Thun Nord orientieren.» Vie-len sei nicht mehr bewusst, dass der Bypass Thun Nord zum Massnahmepaket 2 der Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun gehöre. Und: «Dass einige Elemente des Massnahmenpaketes 1, wie die Förderung des öffentlichen Verkehrs oder neue Kreisel wie etwa an der Allmendstrasse, bereits umgesetzt sind und andere noch werden.»

Zum rund 87 Millionen Franken teuren Bypass Thun Nord gehören eine Verbindungsstrasse vom Zubringer Thun-Nord durchs Schwäbis über eine neue Aarequerung zur Allmendstrasse sowie neue Strassenteile und flankierende Massnahmen in Thun, Steffisburg und Heimberg. Vorgesehen ist, im Frühling die öffentliche Planauflage durchzuführen. 2011 soll der Grosse Rat über den Kredit entscheiden. Der Baubeginn ist frühestens 2011 geplant, die Inbetriebnahme nicht vor 2015.

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