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Der albanische Rat in der Schweiz entschuldigt sich für den Messerstecher

Innerhalb von einer Woche sind in Interlaken und Pfäffikon durch Kosovo-Albaner zwei Gewaltdelikte an Schweizern verübt worden. Nun nimmt der albanische Rat zu den Vorfällen Stellung und drückt den Angehörigen der Opfer sein herzlichstes Beileid aus.

Der Schweizer Schwinger Karl Zingrich wurde mit einem Messer lebensgefährlich mit am Hals verletzt.
Der Schweizer Schwinger Karl Zingrich wurde mit einem Messer lebensgefährlich mit am Hals verletzt.
TeleBärn

Innert sieben Tagen wurden in Pfäffikon ZH zwei Frauen durch einen kosovarischen Mann erschossen und in Interlaken der Schwinger Karl Zingrich von einem Kosovo-Albaner vor einem Restaurant mit einem Messer lebensbedrohlich am Hals verletzt. Der albanische Rat verurteilte am Donnerstag in einer Mitteilung beide Fälle aufs Schärfste und verlangte eine konsequente Bestrafung der Straftäter.

«Als Dachverband der albanischen Gemeinschaft verurteilen wir jegliche kriminelle Handlungen und wollen nicht mit Personen in Verbindung gebracht werden, mit denen wir nichts zu tun haben. Weiter werden wir die Leute mit albanischer Herkunft über die Vorfälle informieren und gegen Gewalttätigkeiten sensibilisieren», schreibt der Rat in der Mitteilung.

Sorge um Diskriminierung

Mit Sorge hoffe der Rat nun, dass diese Fälle nicht zur politischen Propaganda genutzt werden und dadurch die albanische Gemeinschaft in der Schweiz politisch diskriminiert wird. Der Rat betont daher: «Es ist ganz klar, dass die Straftaten als individuelle Fälle zu betrachten sind und nicht einer ganzen Gemeinschaft zugeschrieben werden dürfen.»

Die neue Organisation «Rat der Albaner der Schweiz» wurde am 29. Mai in Bern gegründet um die Interessen der Albaner in der Schweiz gegenüber den schweizerischen Institutionen wie auch denjenigen der Herkunftsländer zu vertreten. Anwesend waren die diplomatischen Vertreter Kosovos, Albaniens und Makedoniens wie auch hohe Vertreter der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM).

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