Der Bären in Sigriswil erhält neue Chefs

Sigriswil

Der Bären in Sigriswil hat einen neuen Direktor: Anfangs 2013 übernimmt Martin Liefeith Hotel und Restaurant. Bis dahin gibt es eine Übergangslösung, da der bisherige Direktor Roger Eyer bereits Ende September gegangen ist.

Der Bären in Sigriswil: Das Restaurant profitiert auch von der neuen Hängebrücke über den Guntenbach.

Der Bären in Sigriswil: Das Restaurant profitiert auch von der neuen Hängebrücke über den Guntenbach.

(Bild: zvg)

Jetzt ist klar, wer den Bären in Sigriswil künftig führen wird: Am 1. Januar 2013 wird Martin Liefeith die Verantwortung über das geschichtsträchtige Haus übernehmen. Das teilte gestern die Zwahlen Hausbau AG als Besitzerin des Bärens mit. Nötig wurde der Wechsel, nachdem der bisherige Direktor Roger Eyer und seine Stellvertreterin Manuela Ragazzo per Ende September gekündigt hatten.

«Mit Martin Liefeith kehrt ein ausgewiesener Profi ins Berner Oberland zurück», freut sich Verwaltungsrat Dino Zwahlen. Der 37-jährige Liefeith war während fünf Jahren Küchenchef im Hotel Beau Rivage in Interlaken. Anschliessend führte ihn sein Weg unter anderem nach Davos und bis Ende 2012 steht er als Executive Chef im Hotel Astoria in Luzern im Einsatz. «Ich freue mich, die Chance im Bären Sigriswil mit viel Elan aufzunehmen und zusammen mit dem Team viele Gäste zu begeistern», kommentiert Liefeith seinen künftigen Einsatz.

Für die Zeit bis zum Eintritt von Martin Liefeith hat der Verwaltungsrat des Bären Sigriswil zwei mit der Region vertraute Gastronomen verpflichtet: Ab Oktober 2012 übernimmt Ardian Mala die Verantwortung über den Betrieb. Ardian Mala führt seit 2004 die WineArt GmbH in Interlaken und ist seit über 15 Jahren in der Oberländer Gastronomie verankert. Unterstützt wird Mala im operativen Bereich bis Ende Jahr von Verena Schubert. Verena Schubert hat in den vergangenen 8 Jahren das Hotel Restaurant Schönbühl in Hilterfingen geführt.

Ehrliche Gastfreundschaft

Dass die Wahl ausgerechnet auf Martin Liefeith sowie Ardian Mala und Verena Schubert gefallen ist, ist laut Zwahlen kein Zufall. «Der Verwaltungsrat hat den Fokus auf Personen gelegt, die ihre Gastgeberrolle mit Passion leben, eine ähnliche Philosophie verfolgen, die Region kennen und untereinander bestens vernetzt sind», meinte Zwahlen. Es sei wichtig, mit dem Team im Bären den Gästen nicht nur perfekte Räume und ein vielfältiges Angebot zu liefern, sondern auch eine ehrliche Gastfreundschaft.

Der Bären hat eine turbulente Zeit hinter sich: Er war im August 2011 nach über vierjähriger Schliessung nach einer umfassenden Renovation wiedereröffnet worden. Allerdings sind noch nicht alle Hotelzimmer fertig. «Im Moment haben wir 12 grosszügige Zimmer und Suiten, künftig werden es 31 sein», sagte Dino Zwahlen auf Anfrage. Der Zeitpunkt des Ausbaus sei noch offen, «da unsere Firma gegenwärtig mit anderen Projekten beschäftigt ist». Gemäss Zwahlen sie die Nachfrage aber da, die bestehenden Hotelzimmer seien im Jahresdurchschnitt zu gut 50 Prozent belegt. Der Schwerpunkt des Bären liegt gegenwärtig in seinem breite kulinarischen Angebot mit 6 Restaurants und Bars. Das Feinschmeckerrestaurant wurde soeben mit 15 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet. Profitieren kann das Restaurant auch von der neuen Hängebrücke über den Guntenbach. «Diese hat dem Restaurant in den letzten Tagen deutlich mehr Gäste gebracht», erzählt Zwahlen.

Verkauf nicht ausgeschlossen

In den letzten Monaten zirkulierten Gerüchte, dass der Bären zum Verkauf stehe. Dino Zwahlen bestätigt die Verkaufsabsichten: «Wir bieten die Liegenschaft nicht aktiv an. Wenn der Preis stimmt, sind wir aber bereit zu verkaufen.» Die Zwahlen Hausbau AG aus dem Gwatt hatte den Bären vor rund vier Jahren von der früheren Besitzerfamilie Schmid übernommen und wollte daraus ein Ferienresidenz-Hotel machen. Möglichst viele Zimmer sollten verkauft werden, was aber den damals geltenden Vorschriften der Hotelzone nicht entsprach. Inzwischen hat der Gemeinderat die Vorschriften etwas gelockert, ein Viertel darf nun fürs Wohnen genutzt werden.

Thuner Tagblatt

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