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Der Fussweg ist nur für Fussgänger

Der im vergangenen Jahr in Unterseen eröffnete Fussweg entlang von Steindlerstrasse und Lehnweg darf auch weiterhin nicht von Velofahrern benützt werden. Der Regierungsstatthalter wies drei Beschwerden ab.

Die Gebotstafel ist klar: Dieser Fussweg bleibt gemäss Entscheid des Regierungsstatthalters den Fussgängern vorbehalten. Velofahrer müssen den Lehnweg (rechts) benützen.
Die Gebotstafel ist klar: Dieser Fussweg bleibt gemäss Entscheid des Regierungsstatthalters den Fussgängern vorbehalten. Velofahrer müssen den Lehnweg (rechts) benützen.
Ueli Flück

Das Trottoir an der Unterseener Steindlerstrasse erhielt im vergangenen Jahr als Fortsetzung einen von der Fahrbahn getrennten Fussweg, der ab dem Kreuzweg entlang des Lehnweges zur Seestrasse verläuft. Der neue Weg – der seit Jahren auf der Wunschliste der Bevölkerung stand – wurde als Fussweg geplant und gebaut und mit entsprechenden Gebotstafeln versehen. Für Velofahrer ist er tabu.

Das passte allerdings nicht allen. Die Interessengemeinschaft Pro Velo Bödeli sowie zwei Privatpersonen erhoben beim Regierungsstatthalter Beschwerde und forderten die Öffnung des Weges auch für Velofahrer. Am 10. Dezember 2009 wies Statthalter Walter Dietrich die Beschwerden ab. Da dieser Entscheid innert der vorgegebenen Frist nicht angefochten wurde, ist er nun rechtskräftig.

Gemeinderat Werner Feuz, Ressort Bau, begrüsst den Entscheid des Statthalters. «Wir wollten wirklich etwas für die Fussgänger tun», erläutert er, «wenn das Velofahren erlaubt wäre, müssten die Fussgänger dauernd den Zweirädern ausweichen, der Fussweg würde zum Veloweg.»

Ulrich von Känel, Präsident von Pro Velo Bödeli, nimmt den Entscheid gelassen. «Wir waren auch bei Pro Velo nicht einhellig gleicher Meinung», verrät er. Sie hätten es aber begrüsst, wenn der Fussweg wenigstens von den bergwärts fahrenden Pedaleuren hätte benützt werden können. «Aber das war juristisch nicht möglich.»

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