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Der Gauli- und der Steingletscher büssten massiv an Länge ein

Der frühe Schneefall und die tiefen Temperaturen im Winter 2009/2010 – es war der kälteste seit 23 Jahren – stoppte den Rückzug der Gletscher in der Schweiz nicht. Im Gegenteil: Sie verloren zum Teil massiv an Länge. Allen voran der Gauli- (minus 196 Meter) und der Steingletscher (122) im Berner Oberland.

Der Gauligletscher  am 1. September 2009 (l.) und ...
Der Gauligletscher am 1. September 2009 (l.) und ...
Bruno Petroni
...am 28. Juli 2010 (r.): Innert eines Jahres verlor der Gletscher 196 Meter an Länge. Die Bilder wurden allerdings aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen. Beim Bild links stand der Fotograf hinter dem ersten Felsband im Vordergrund des rechten Bildes.
...am 28. Juli 2010 (r.): Innert eines Jahres verlor der Gletscher 196 Meter an Länge. Die Bilder wurden allerdings aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen. Beim Bild links stand der Fotograf hinter dem ersten Felsband im Vordergrund des rechten Bildes.
Stefan Grünig, Leserreporter
...am 14. Oktober 2009 (r.):  In dieser Zeit verlor der Gletscher 62 Meter an Länge. In der jüngsten Messperiode verlor der Steingletscher von 2009 bis 2010 122 Meter an Länge.
...am 14. Oktober 2009 (r.): In dieser Zeit verlor der Gletscher 62 Meter an Länge. In der jüngsten Messperiode verlor der Steingletscher von 2009 bis 2010 122 Meter an Länge.
Hansrudolf Schneider/zvg
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Es tönt Paradox, was die die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (Scnat) jüngst mitteilte: «Durch den frühen Schneefall im Herbst 2009 wurde die Sommerwärme im Boden gespeichert und gegen die tiefen Temperaturen des Winters – es war der kälteste seit 23 Jahren – isoliert. Dadurch erwärmte sich der Permafrost und es stellten sich Verhältnisse fast wie nach dem Hitzesommer 2003 ein.» Das ist der Grund, weshalb die Gletscher in der Schweiz trotz den vermeintlich guten Vorzeichen auch in der Messperiode 2009/ 2010 wieder an Masse und Länge einbüssten.

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