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Der Held, der keiner sein will

Stefan Held, Einsatzleiter und Ausbildner der Feuerwehr BLS, und seine Kameraden gingen beim Brand im Simplontunnel an die körperlichen Grenzen. Mental stehen andere Ereignisse im Vordergrund. Als Held fühlt Held sich nicht.

Einsatzleiter Stefan Held aus Spiez war beim Brand im Simplontunnel dabei.  Hier befindet er sich im Interventionszentrum Frutigen – und ist bereit für den nächsten Einsatz.
Einsatzleiter Stefan Held aus Spiez war beim Brand im Simplontunnel dabei. Hier befindet er sich im Interventionszentrum Frutigen – und ist bereit für den nächsten Einsatz.
Guido Lauper

Eigentlich sollte der 9. Juni ein normaler Bereitschaftstag werden, doch der Brandausbruch auf einem Güterzug im Simplontunnel will es anders. «Um 6 Uhr 24 kommt zuhause in Spiez der erste Alarm herein», erinnert sich Stefan Held. Der leicht angeschobene Adrenalinspiegel weckt ihn vollends. «Nach über 20 Jahren Feuerwehr, davon zehn als Einsatzleiter, gerate ich nicht mehr aus dem Häuschen», sagt Held. Kurze Zeit später sitzt er im Auto und erreicht mit Kollege Mike Stettler innerhalb der vorgegebenen 15 Minuten das BLS-Interventionszentrum in Frutigen. «Beim Ausrücken sind wir meist zu zweit unterwegs; einer fährt, der andere telefoniert», ergänzt er, «so wissen wir schon, worum es geht und können uns auf Einsatz mit dem Lösch- und Rettungszug (LRZ) bereits unterwegs vorbereiten.»

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