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Der Umzug des Funi rückt näher

Der Umzug des Gstaader Funi ins Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ist auf einem guten Weg. Es sind seit der Lancierung des Projekts 2013 nun so viele Spendengelder zusammengekommen, dass die Umsetzung bereits für dieses Frühjahr in greifbare Nähe rückt.

Gruppenbild auf dem Gstaader Funi (v.l.): Ruth Annen, Enkelin des Erfinders Arnold Annen, mit This Oberhänsli, Konservator des Verkehrshauses der Schweiz, Reto Tschannen, Marketingleiter von Gstaad Saanenland Tourismus, und Projektmanager Joe Bürki.
Gruppenbild auf dem Gstaader Funi (v.l.): Ruth Annen, Enkelin des Erfinders Arnold Annen, mit This Oberhänsli, Konservator des Verkehrshauses der Schweiz, Reto Tschannen, Marketingleiter von Gstaad Saanenland Tourismus, und Projektmanager Joe Bürki.
zvg

Um diesen weiteren Schritt zur Erhaltung eines wichtigen Stücks Schweizer Seilbahnpionierarbeit zu dokumentieren und nach dem alten Funi zu schauen, trafen sich Ruth Annen, die Enkelin des Erfinders Arnold Annen, ein Vertreter des Verkehrshauses der Schweiz und Vertreter von Gstaad Saanenland Tourismus (GST) am aktuellen Standort in Gstaad. «Nach dem etwas harzigen Projektauftakt vor zwei Jahren kam nun Schwung in die Sache», heisst es in einer Mitteilung von Gstaad Saanenland Tourismus.

Jeder einzelne Spenderfranken wird in das Funi investiert

Neue Spendentöpfe seien angezapft, Stiftungen, Gemeinden und der Lotteriefonds angeschrieben und Sponsoren zur Unterstützung des Projekts gefunden worden. «Dennoch sind wir von unserem Finanzierungsziel von 120'000 Franken noch deutlich entfernt», sagt Reto Tschannen, Marketingleiter von Gstaad Saanenland Tourismus.

Diese Investitionssumme sei erforderlich, um die Kosten für den Transport nach Luzern, die möglichst originalgetreue Wiederherstellung des einstigen Betriebszustands sowie die Installation im Verkehrshaus selbst zu decken, wobei lokale Firmen hier bereits umfangreiche Sachleistungen zugesagt hätten. «Jeder einzelne Spenderfranken, auch das Geld, das wir seit Beginn der Sammelaktion erhalten haben, wird in das Funi investiert», versichert Tschannen. Sämtliche administrativen Kosten werden von GST und dem Verkehrshaus getragen.

Dank an alle Spender

«Seit längerem dauern die Verhandlungen mit dem Verkehrshaus Luzern, den Hornberger Funi als Publikumsattraktion in die Seilbahnenausstellung zu integrieren. Ich freue mich sehr, dass der letzte Funi schon bald dort ausgestellt wird, dass auf seine Geschichte hingewiesen und so auch Werbung für das Saanenland gemacht werden kann», betont Ruth Annen, Enkelin des Funi-Erfinders Arnold Annen, die mit viel Herzblut und grossem Engagement historisches Material, Fotos, Filme, Geschichten und Funi-Ausstattungsteile gesammelt hat und zur Verfügung stellt.

«Für den definitiven Durchbruch braucht es jedoch immer noch Spender», sagt sie und dankt allen Unterstützern. Zusammen mit Ruth Annen habe das Verkehrshaus der Schweiz seit 2011 alles unternommen, um dieses Pionierfahrzeug als Zeitzeugen der Nachwelt zu erhalten, schreibt GST. So wurden etwa Originalpläne aus dem Nachlass von Arnold Annen bereits digitalisiert und im Dokuzentrum des Verkehrshauses der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Technisches Kulturgut

Die Verantwortlichen des Museums sind sich einig: «Der Hornberg-Funi ist ein wunderbares Beispiel für die Innovationsfähigkeit, auf die unser Land gestern, heute und morgen angewiesen ist. Aber auch die technischhistorische Komponente dieses in Vergessenheit geratenen Verkehrsmittels ist eine tolle Geschichte.»

Ziel sei es, mit dem restaurierten Funi Ende 2015 in der neu gestalteten Abteilung Seilbahnen&Tourismus den jährlich über 500'000 Besuchern des Verkehrshauses eine neue Attraktion zu bieten, heisst es in der GST-Mitteilung.

Berner Oberländer/pd

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