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Die Brandruine bleibt wohl noch eine Weile

Knapp drei Wochen sind vergangen, seit an der Blümlisalpstrasse ein Wohnhaus angezündet wurde. Die Frage ist, wie lange die Brandruine mitten im Wohnquartier stehen bleibt.

Das Haus an der Blümlisalpstrasse in Heimberg, das in der Nacht auf den 3.Juli explodiert ist: Es wurde zum Teil eingerissen, weil viele der verbrannten Holzteile nicht mehr stabil waren.
Das Haus an der Blümlisalpstrasse in Heimberg, das in der Nacht auf den 3.Juli explodiert ist: Es wurde zum Teil eingerissen, weil viele der verbrannten Holzteile nicht mehr stabil waren.
Archiv TT/Zysset

Die Brandruine an der Blümlisalpstrasse in Heimberg ist unübersehbar. Dort, wo bis am 2.Juli noch ein schmuckes Chalet stand, ragen seit der Brandnacht nur noch verkohlte Wände in die Höhe, verbranntes Holz liegt im Garten, und die wenigen Reste der einstigen Wohnungseinrichtung sind in der Ruine zu sehen. Die Frage drängt sich auf: Wie lange bleibt dieser Schandfleck inmitten des beschaulichen Wohnquartiers bestehen? «Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt», sagt Rolf Gurtner von der Bauverwaltung Heimberg. Noch sehe er keinen dringenden Handlungsbedarf. «Aber je nachdem, wie lange der Zustand bleibt, könnte es sein, dass die Behörden eingreifen.» Sie könnten die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes verlangen und diese im schlimmsten Fall sogar selber umsetzen und die Kosten auf den Hausbesitzer abwälzen. «Bis es aber so weit kommen würde, müsste noch einiges geschehen», betont Gurtner.

Besitzer nicht mehr in Haft

Der Hausbesitzer befindet sich derweil nicht mehr in Haft, wie diese Zeitung bei der Polizei in Erfahrung bringen konnte. «Aber die Ermittlungen dauern noch an», sagte Polizeisprecherin Daniela Sigrist gestern. Dasselbe gilt für die Untersuchungen der Brandfahndung, wie eine Sprecherin der Gebäudeversicherung auf Anfrage sagte. Damit konnte die Liegenschaft noch nicht wieder in die Obhut der Eigentümer zurückgegeben werden. Genau das wäre aber nötig, damit dieser dem Schandfleck an der Blümlisalpstrasse zu Leibe rücken könnte.

Verantwortung beim Besitzer

«Primär ist es in der Verantwortung der Besitzer, was mit der Brandruine geschieht», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi. «Von Behördenseite können wir vorerst nur aktiv werden, wenn eine Gefährdung für Menschen oder Umwelt bestehen würde.» Das sei aber an der Blümlisalpstrasse nicht der Fall. «Allein der Umstand, dass die Ruine unschön anzusehen ist, gibt uns derzeit keinen Anlass, einzugreifen.»

Das Haus an der Blümlisalpstrasse in Heimberg war in der Nacht auf den 3.Juli bis auf die Grundmauern abgebrannt, nachdem sich das Feuer explosionsartig ausgebreitet hatte (wir haben berichtet). Ein Mann, der beim Brand schwer verletzt worden war, ist letzte Woche verstorben. Der Hausbesitzer wird verdächtigt, den Brand gelegt zu haben. Wie weit der Verstorbene involviert war, wird untersucht. Die beiden kannten sich offenbar von der Arbeit.

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