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Die Lösung für das Nullpunkt-Rätsel

Bei der Oberen Aareschleuse auf der Seite des Aarefelds findet sich an der Ufermauer der hier abgebildete eingelassene Stein, der als «Houpt Nullpunkt 1825» bezeichnet ist.

«Houpt Nullpunkt 1825» als Ausgangspunkt für die Aarekorrektion: Der Nullpunkt war die angenommene Horizontallinie – einen Fuss höher als der bekannte höchste Stand des Thunersees – und wurde auf einem Kalkstein bei der Steinmauer neben der äusseren Schleuse festgehalten.
«Houpt Nullpunkt 1825» als Ausgangspunkt für die Aarekorrektion: Der Nullpunkt war die angenommene Horizontallinie – einen Fuss höher als der bekannte höchste Stand des Thunersees – und wurde auf einem Kalkstein bei der Steinmauer neben der äusseren Schleuse festgehalten.
Nik Sarbach

Der Thuner Hauptnullpunkt steht in Zusammenhang mit der Korrektion des Aarelaufs im 18. und 19.Jahrhundert. Wer alte Pläne und Landkarten konsultiert, kann feststellen, dass die Aare zwischen Thun und Uttigen nicht wie heute kanalisiert und tief eingeschnitten war, sondern stark mäanderte, das heisst einen geschlängelten Flusslauf aufwies. Die so entstandene Auenlandschaft, die immer wieder überflutet wurde, war für eine landwirtschaftliche Nutzung nicht brauchbar. Erschwerend kam dazu, dass durch die Ableitung der Kander direkt in den Thunersee anno 1714 die Aare vom Seeausfluss in Scherzligen viel mehr Wasser abführen musste, was zusätzliche Hochwasser verursachte. Eine Korrektion der Aare war somit unumgänglich.

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