Die Thunerseespiele reagieren mit Neuerungen

Thun

Neue Plätze mit mehr Beinfreiheit, Geschenke in den Logen und ein Musicalgarten mit Erlebnischarakter: Die Thunerseespiele reagieren auf die Erwartungen des Publikums nach mehr Abwechslung und Neuem.

«Romeo&Julia – das Musical»: Diese Abbildung ist ein Ausschnitt aus dem Werbeauftritt der Thunerseespiele für die Produktion 2015.

«Romeo&Julia – das Musical»: Diese Abbildung ist ein Ausschnitt aus dem Werbeauftritt der Thunerseespiele für die Produktion 2015.

(Bild: zvg)

Immer mehr Open-Air-Anlässe – mittlerweile jährlich über 1000 in der Schweiz – und kein Bonus des Neuen mehr: Um ihre wirtschaftliche Situation zu stärken und das Angebot zu optimieren, haben die Thunerseespiele in der Saison 2014 umfassende Abklärungen durchgeführt. «Wir befragten die Besucherinnen und Besucher und liessen unsere Kundendaten analysieren», sagt Geschäftsführer Stephan Zuppinger.

Die Erkenntnisse daraus sind: «Das Publikum verlangt stets nach Abwechslung und Neuem.» Bestätigt habe sich zudem die Einschätzung, dass die Musicalfans mehrheitlich weiblich und tendenziell über 50 Jahre alt sind und nach Thun kommen, wenn die Reisezeit maximal eineinhalb Stunden dauert.

In der Folge wollen die Seespiele das Gesamterlebnis optimieren und dieses nach dem Bedürfnis der Besucherinnen und Besucher ausrichten. Dafür werden die Premium- und die Logenplätze aufgewertet. Zudem wird der Aussenbereich der Gastronomie neu konzipiert und in einen sogenannten Musicalgarten verwandelt. Die Gäste sollen sich bereits im Vorfeld auf das jeweilige Thema einstimmen können.

2500 statt 2700 Plätze

Konkret heisst das: Auf der Tribüne werden in den Aussensektoren die vier obersten Sitzreihen aufgehoben und im Mittesektor dafür auf beiden Seiten je zwei Sitze zusätzlich angebracht. «Zudem werden die Premiumstühle ersetzt und die Reihen verbreitert, damit wir diesem Publikum 25 Zentimeter mehr Beinfreiheit bieten können», ergänzt Medienverantwortliche Silvia Rivola.

Der Aufpreis dafür betrage 30 Franken (185 statt 155 Franken), zugleich gebe es ein Programmheft als Geschenk. Die übrigen Preise bleiben alle unverändert. Ebenso werden die gedeckten Logenplätze aufgewertet. «Wir verbessern die Ambiance, und die Gäste erhalten eine Decke, das Programmheft, ein Glas Sekt sowie als Leihgabe ein Fernglas.» Mit diesen Änderungen verringert sich die Gesamtzahl Sitzplätze von 2700 auf rund 2500.

Zwei Daten als Reserve

Als weitere Optimierung in Bezug auf das errechnete Marktpotenzial wird die reduzierte Nutzung der erlaubten 30 Vorstellungen eingeschätzt. «Wir wollen weiterhin 29 Abendvorstellungen spielen, von denen ab morgen vorerst für 27 Tickets bestellt werden können.

Die übrigen beiden werden erst später für Buchungen geöffnet», sagt Zuppinger. Neu wird daher die Premiere am Mittwoch statt am Dienstag gefeiert und die Derniere am Samstag statt am Mittwoch. Dies ergibt neu 26 Abendvorstellungen, die Vorpremiere zur Originalzeit und unverändert die 1.-August-Matinee.

Die «Aida»-Saison mit 23 verregneten Vorstellungen habe zwar eine schwarze Null gebracht, jedoch keine Reserven. «Wir sind voller Ideen und tüfteln noch einige Neuerungen aus», schaut Zuppinger voraus. «Schliesslich möchten wir ein finanzielles Polster schaffen, um längerfristig wieder einmal eine Eigenproduktion finanzieren zu können.»

Thuner Tagblatt

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