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«Ein Kind zu entsorgen ist oft eine Kurzschlusshandlung»

Am Sonntag fand eine Privatperson ein totes Baby auf einer Müllhalde in Wimmis. Der Psychiater Franz Caduff erklärt, dass es zwei Gruppen von Müttern gibt, die so handeln.

Nach dem grausigen Fund herrscht wieder Normalbetrieb auf der Entsorgungsanlage in Wimmis.
Nach dem grausigen Fund herrscht wieder Normalbetrieb auf der Entsorgungsanlage in Wimmis.
Keystone
Ob das kleine Mädchen, das am Sonntag hier in Wimmis gefunden wurde, schon tot zur Welt kam oder erst später starb, ist noch offen und wird untersucht.
Ob das kleine Mädchen, das am Sonntag hier in Wimmis gefunden wurde, schon tot zur Welt kam oder erst später starb, ist noch offen und wird untersucht.
Keystone
Der Säugling war vermutlich einige Tage, wenn nicht bereits Wochen tot.
Der Säugling war vermutlich einige Tage, wenn nicht bereits Wochen tot.
Bruno Petroni
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Was sind das für Mütter, die ihr Kind auf der Müllhalde entsorgen?

Dr. med. Franz Caduff:Es gibt zwei Gruppen von Müttern, die ihre Kinder entsorgen. Zum einen sind es solche, die ihre Schwangerschaft verleugnen oder verdrängen. Dies sind meistens junge, unreife Frauen, die nicht in der Lage sind, das Kind grosszuziehen. Sie leben vielfach in einem instabilen sozialen Umfeld. Es kann aber auch sein, dass die Kultur das Kind nicht zulässt. Wenn man zum Beispiel schwanger wird, aber nicht verheiratet ist. Diese Frauen handeln aus Verzweiflung.

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