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Einstimmig fürs Projekt Grimsel 1E

Die Kraftwerke Oberhasli sollen grünes Licht erhalten für den Bau des Kraftwerks Grimsel 1E, das sich vollständig im Berginnern zwischen dem Grimsel- und dem Räterichsbodensee befindet.

Die Seenlandschaft im Grimselgebiet: Hier wollte die Kraftwerke Oberhasli (KWO) AG ursprünglich für 660 Millionen Franken ein neues Pumpspeicherkraftwerk bauen.
Die Seenlandschaft im Grimselgebiet: Hier wollte die Kraftwerke Oberhasli (KWO) AG ursprünglich für 660 Millionen Franken ein neues Pumpspeicherkraftwerk bauen.
Bruno Petroni
Der Verwaltungsrat der Kraftwerke Oberhasli hat den Bau des Pumpspeicherwerks Grimsel3 sistiert.
Der Verwaltungsrat der Kraftwerke Oberhasli hat den Bau des Pumpspeicherwerks Grimsel3 sistiert.
Keystone
Staumauer mit Oberaarsee: Bis vor kurzem rentierte das Geschäft mit Speicherseen. Doch inzwischen kann der Strom nicht mehr teuer ins Ausland exportiert werden.
Staumauer mit Oberaarsee: Bis vor kurzem rentierte das Geschäft mit Speicherseen. Doch inzwischen kann der Strom nicht mehr teuer ins Ausland exportiert werden.
zvg/Christian Helmle
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Die zuständige Grossratskommission dem Berner Kantonsparlament beantragt einstimmig, dass die Kraftwerke Oberhasli grünes Licht für den Bau des Kraftwerks Grimsel 1E erhalten sollen. Dieses befindet sich vollständig im Berginnern zwischen dem Grimsel- und dem Räterichsbodensee.

Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 155 Millionen Franken ist unbestritten - im Gegensatz zum 660 Millionen teuren Pumpspeicherwerk Grimsel 3, das bereits konzessioniert ist, aber wegen der tiefen Strompreise von der KWO vorläufig schubladisiert wurde.

Grimsel E1 beseitige den Engpass im bestehenden Kraftwerkssystem zwischen dem Grimsel- und dem Räterichsbodensee und verbessere die Nutzung des Wassers in den Stauseen erheblich, schreibt die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission in einer Mitteilung vom Montag.

Nebst dem Energiegewinn von 15 bis 30 Gigawattstunden leiste das neue Kraftwerk zudem einen Beitrag zum Hochwasserschutz: In Phasen grosser Zuflüsse könne die Pumpe von 1E den Räterichsbodensee entlasten.

Weil sich das Kraftwerk vollständig im Berginnern befinde, seien die Auswirkungen auf die Umwelt minimal. Sichtbar sein wird das Deponieren das Ausbruchsmaterials in der Gerstenegg.

Konkret beantragt die Kommission dem Grossen Rat, die Ergänzung der Gesamtkonzession sowie der entsprechenden Amortisationsvereinbarung anzunehmen. Das Geschäft ist für die September-Session traktandiert.

Kleine Projekte, kleines Risiko

Wie lange das Projekt des Pumpspeicherwerks Grimsel 3 in der Schublade bleibt, ist offen. Die KWO konzentriere sich vorläufig auf kleinere Projekte, wie KWO-Direktor Gianni Biasiutti anfangs August gegenüber dem «Bund» bekräftigte.

Biasiutti geht davon aus, dass die Wasserkraft langfristig wieder rentabel sein wird. Wenn die Investitionskosten nicht zu hoch seien, könne man eine gewisse Durststrecke verkraften. Weil Grimsel 1E ein «sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis» habe, werde es zu den ersten rentablen Werken gehören, sobald sich der Strommarkt verbessere.

Noch nicht baureif ist das Ausbauprojekt beim Triftgletscher, wo im laufenden Jahr Sondierbohrungen für eine Staumauer gemacht werden. Biasiutti rechnet mit einer Bewilligungsphase von mindestens vier Jahren, so dass kaum vor 2025 Strom produziert werden könne.

SDA/cla

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