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Elite-Internat Le Rosey plant Neubau

Für 400 Schüler will das renommierte Internat Le Rosey in Schönried neu bauen. Dies schnell: Bereits 2013 soll der Winterschulbetrieb statt in Gstaad auf dem Gelände des heutigen Ferienheims Fraubrunnen stattfinden.

Sie schauen optimistisch in die Zukunft (v.l.): Philippe Gudin und Jean Brugger planen den Neubau des Le-Rosey-Wintercampus.
Sie schauen optimistisch in die Zukunft (v.l.): Philippe Gudin und Jean Brugger planen den Neubau des Le-Rosey-Wintercampus.
Susi Heiniger

«In drei Jahren möchten wir den neuen Wintercampus in Schönried eröffnen», erklärte Philippe Gudin, Direktor der Privatschule Le Rosey. An der Generalversammlung der Dorforganisation Schönried informierte er zusammen mit Architekt Jean Brugger über die geplante Überbauung auf dem Gelände des Ferienheims Fraubrunnen im Erli, Schönried. Der optimistische Zeitplan: Baueingaben für den Campus sowie für die notwendige Erschliessungsstrasse möchten die Verantwortlichen Mitte 2011 einreichen und ebenfalls 2011 mit dem Neubau beginnen.

Oberländer arbeiten mit

Im vergangenen Oktober stimmte die Mehrheit der Trägergemeinden einem Verkauf des Ferienheims Fraubrunnen für 25 Millionen Franken an Le Rosey zu. Der Verkauf der beiden Häuser mit 40'000 Quadratmetern Umschwung wird erst rechtskräftig, wenn Le Rosey über die notwendige Baubewilligung verfügt. Dazu braucht es eine Umzonung.

«Im Moment läuft ein Projektwettbewerb, dessen Resultat Mitte Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wird», sagte Philippe Gudin. Fünf ausgewählte Architekturbüros – eines aus Gstaad und zwei aus dem übrigen Oberland – arbeiten an diesem 45-Millionen-Projekt. Laut Architekt Jean Brugger wird es von einem Gremium, bestehend aus Vertretern der Gemeinde, dem Bauherrn und Experten, begleitet. «Uns ist die Integration in die Landschaft wichtig», betonte Jean Brugger. Es sei ein sehr grosses Projekt und müsse ins Gesamtbild der Landschaft hineinpassen. Daneben sollen die Gebäude zweckmässig und ökologisch sein.

Geplant sind Unterkünfte für 180 männliche Jugendliche, für 50 Kinder unter zwölf Jahren sowie rund 100 interne und externe Lehrkräfte mit ihren Familien. Für externe Lehrer ist ein separates Appartement-Chalet auf dem Campusgelände vorgesehen. Dazu kommen Klassenzimmer für 400 Schüler, Sporträume sowie ein Restaurationsbetrieb. Rund 600 Personen werden den Campus tagsüber frequentieren.

Elf Wochen Schulbetrieb

«Die Häuser in Gstaad werden verkauft, um das Terrain und den Campus zu finanzieren», informierte Architekt Brugger. Die Unterkünfte der Mädchen in Schönried würden weiterhin genutzt. «Die Strasse muss angepasst werden», sagt Brugger. Dies, obwohl die Schüler keine eigenen Autos besitzen und mit Kleinbussen chauffiert werden. Der Schulbetrieb am neuen Domizil ist für zehn oder elf Wochen in den Monaten Januar bis März geplant. Aus dem Plenum taucht die Frage auf, was denn in der übrigen Zeit mit dieser Infrastruktur geschehe. Direktor Gudin antwortete, er könne sich durchaus vorstellen, dass der Campus in anderen Monaten für Seminare oder Schulwochen benützt werde.

Radiatoren als Sitzplätze

Seit 1916 hat Le Rosey seinen Wintersitz im Saanenland. Das Elite-Internat mit Sitz in Rolle beherbergt Schüler aus aller Welt. Heute logieren die Knaben in Gstaad, die Mädchen in Schönried. Dies für acht Wochen. Mehr ist laut Direktor Gudin aus Platzgründen nicht möglich. «Aus Platzmangel müssen einige Schüler während des Unterrichts auf Radiatoren sitzen», informierte Philippe Gudin über die Beweggründe, weshalb dringend eine neue Lösung gesucht werde. In Gstaad könne der Campus nicht mehr wachsen.

Zermatt, St. Moritz oder Davos seien schon im Gespräch gewesen, doch am liebsten würden sie im Saanenland bleiben.

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