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Fachstelle für überforderte Mütter eröffnet

«Emotionelle Erste Hilfe»: So nennen die Hebammen Barbara Klopfenstein und Christine Weibel ihre neue Fachstelle in Thun.

«Emotionelle Erste Hilfe»: Christine Weibel Isler (l.) und Barbara Klopfenstein Schmid bieten Hilfe beim Elternwerden und Elternsein.
«Emotionelle Erste Hilfe»: Christine Weibel Isler (l.) und Barbara Klopfenstein Schmid bieten Hilfe beim Elternwerden und Elternsein.
Verena Holzer

In ihrer langjährigen Tätigkeit als Hebammen sind Barbara Klopfenstein Schmid und Christine Weibel Isler immer wieder überforderten jungen Müttern und Eltern begegnet. Sie haben erlebt, wie junge Mütter oft total erschöpft, Fehler bei sich suchend und an ihren Fähigkeiten zweifelnd, trotz Mutterglücks oft am Rande der Verzweiflung stehen.

Nach intensiven Weiterbildungen haben die beiden Fachfrauen nun beschlossen, für solche Probleme eine Gemeinschaftspraxis einzurichten, in welcher sie Eltern bei der Suche nach Lösungen unterstützen.

Bindung im Zentrum

Die zentrale Idee ihrer an der Waisenhausstrasse 6 in Thun eröffneten Fachstelle «Emotionelle Erste Hilfe» (EEH) ist die Unterstützung und die Bewahrung der emotionalen Bindung zwischen Eltern und Kind von Beginn an. Sie ist ein körperlich orientierter Ansatz, der in der Krisenintervention und der Bindungsförderung von Eltern, Babys und Kleinkindern eingesetzt wird. Die beiden Hebammen möchten hilflosen und verzweifelten Eltern und untröstlich weinenden Babys Hilfe anbieten, Tabuthemen aufgreifen und werdende Eltern bei belastenden Stress- und Angstzuständen in der Schwangerschaft unterstützen.

Bis ins Kleinkindalter

Die Hilfe begrenzt sich jedoch nicht nur auf Probleme im Säuglingsalter wie Still- oder Schlafprobleme. In der Fachstelle werden auch Anleitungen von bindungsfördernden Eltern-Kind-Gruppen, von der Schwangerschaft bis in das Kleinkindalter hinein, geboten.

Von Bedeutung ist die behutsame, schützende Betreuung nach dem Verlust eines Kindes oder nach überwältigender Geburtserfahrung sowie die Beratung und die Begleitung bei einem Abort. «Gemeinsam können wir unsere Synergien nutzen, uns gegenseitig unterstützen und Vernetzungen herstellen», äusserte sich Barbara Klopfenstein Schmid bei der Eröffnungsfeier.

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