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Flugplatz ist ideales Gewerbeland

Gewerbeland ist in Frutigen gefragt, die Bautätigkeit ist immens: Die Gemeinde will deshalb den mittleren Teil des Flugplatzes kaufen – und eine direkte Zufahrt realisieren. Kostenpunkt: 2,1 respektive 1,85 Millionen Franken.

2,11 Millionen Franken muss die Gemeinde der Eidgenossenschaft für den mittleren Teil des Flugplatzes Frutigen hinblättern. Dieser Kredit kommt am nächsten Wochenende vors Stimmvolk. Für die Behörden ist der Kauf wichtig, sie haben sich entschieden, das Land nicht dem Reichenbacher Bauunternehmern Markus Grossen und seinen Ideen zu überlassen. Sie wollen mitreden, wer sich in Frutigen neu ansiedelt oder verändert. Allerdings muss die Gemeinde gleich viel bezahlen, wie Grossen als Höchstgebot offeriert hat.Gemeindeschreiber Peter Grossen bestätigt, dass Teile der rund 12700 Quadratmeter möglichst bald weiterverkauft werden sollen. «Wir spüren ein grosses Interesse an Gewerbeland. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von Ende März 2009 sollen bereits erste Parzellen den Besitzer wechseln.» In erster Linie sollen im Amt Frutigen ansässige Betriebe und Gewerbetreibende berücksichtigt werden, dann Unternehmen, welche Arbeitsplätze und Lehrstellen schaffen. Bekannt ist eine Reichenbacher Firma aus dem Bereich Präzisionsmechanik, die den Betrieb zügeln möchte – und ausserdem wird auch die Landi wieder als Interessent genannt.Rest bleibt beim BundDas südliche Stück des Flugplatzes bleibt vorerst im Besitz des Bundes. Der Holzhangar neben der Umfahrungsstrasse will die Gemeinde an der Dezembergemeindeversammlung für den Eigenbedarf kaufen (siehe Bericht unten).Das zweite Abstimmungsgeschäft hängt sehr direkt mit dem Kauf des Flugplatzes als Gewerbegebiet zusammen: die Ausfahrt Nord der Umfahrungsstrasse. Es handelt sich dabei um einen Halbanschluss, das heisst die Ausfahrt von Reichenbach her, die Einfahrt talauswärts. Bedarf dafür ist durch das schnell wachsende Gewerbegebiet Unteres Widi mit verschiedenen Firmen und natürlich das im Bau befindliche Tropenhaus vorhanden. Dieses soll Tausende von Besuchern jedes Jahr anziehen. Obwohl der Bahnhof nur wenige Gehminuten entfernt ist, werden sicher etliche im Auto anreisen. Zudem können so die Anwohner der parallel zur Flugplatzpiste führenden Rollstrasse vom Verkehr entlastet werden.Keine KantonshilfeDie Gemeinde muss für die neue Ausfahrt (Überbauungsordnung 17 – Erschliessung Unteres Widi) brutto 1,85 Millionen Franken einplanen. Der Grundeigentümeranteil beträgt 30 Prozent, da es sich um eine Basiserschliessung handelt. Kantonsbeiträge sind nicht zu erwarten, wie Bauverwalter Beat Lombriser bestätigt. Jedoch hofft die Gemeinde auf einen IH-Beitrag von einer haben Million Franken. Ein Ja zu diesem Geschäft schafft auch die Grundlagen, um weitere Arbeiten zu machen (Verlegung ARA-Strasse, Sanierung Rollstrasse, Verlängerung Distelweg usw.). Von sechs Einsprachen sind drei in Rechtsverwahrungen umgewandelt worden, die drei bestehenden Einsprecher wehren sich gegen eine Verlängerung des Distelweges, was jedoch keinen direkten Zusammenhang mit der Umfahrungsausfahrt hat.Ein Punkt bleibe bis zur Eröffnung der Ausfahrt offen, sagt Gemeindeschreiber Peter Grossen: «Der Verkehrsfluss in Frutigen wird sich durch die neue Ausfahrt ändern. Es ist durchaus möglich, dass nachgelagert im Dorfkern Anpassungen erfolgen werden.»

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