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Freude über die Rechnung, Sorge um die Zukunft

In die grosse Zufriedenheit über das Rechnungsplus von 3,53 Millionen Franken mischte sich im Stadtrat Besorgnis.

Eine Rechnung mit einem Plus von 3,53 Millionen Franken – satte 6 Millionen besser als budgetiert (siehe Kasten rechts): Das sorgte gestern Abend im Thuner Stadtrat für zufriedene Gesichter und Voten. Konrad Hädener sprach sowohl als Präsident der Budget- und Rechnungskommission als auch im Namen der Fraktion CVP+EVP, als er den Ertragsüberschuss als «ich möchte fast sagen: sensationell» bezeichnete. Die Diskussion sei viel erbaulicher, wenn es nicht nur um das Stopfen von Finanzierungslücken gehe. Einen Wermutstropfen fand Hädener trotzdem: Nämlich in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise – und damit verbunden der «Gewissheit, dass das Pendel 2010 weit in die andere Richtung ausschlagen wird». Dies bereite der Budget- und Rechnungskommission Sorgen.«Müssen weiter sparen»Auch für Markus Binggeli von der FDP-Fraktion ist bei aller Freude über die gute Rechnung 2008 klar: «Das veranlasst nicht dazu, in allzu grosse Euphorie zu verfallen.» Es müsse weiter daran gearbeitet werden, gute Steuererträge zu erzielen. Und: «Wir müssen weiter sparen.»Immerhin sah Christina Jaccard (SP-Fraktion) einen Grund für den positiven Abschluss auch darin, dass die bereits getätigten Sparmassnahmen etwas bringen. Sie stellte zudem in Anbetracht der Besserstellung gegenüber dem Budget von 6 Millionen Franken fest: «Es wurde sehr vorsichtig budgetiert.»«Vorsichtig budgetieren»Ein Umstand, den Thomas Hiltpold im Namen der Fraktion Grüne Thun als «erfreulich» bezeichnete. «In den letzten sieben Jahren waren die Rechnungen insgesamt 24,5 Millionen Franken besser als budgetiert», stellte Hiltpold fest. Er freute sich zudem über den Schuldenabbau von rund 20 Millionen auf 180 Millionen Franken. Er hoffe, dass es so weitergehe – auch wenn gewisse negative Vorzeichen in der Krisenzeit nicht zu übersehen seien.Auch für Raphael Lanz (SVP-Fraktion) ist die Praxis der vorsichtigen Voranschläge richtig und soll so weitergeführt werden. «Es ist besser, vorsichtig zu budgetieren, als zu optimistisch», befand er. Schliesslich brach auch Konrad Hädener aus der Sicht der Budget- und Rechnungskommission eine Lanze für eine zurückhaltende Budgetierung – zumal bei den Steuererträgen Voraussagen «notorisch schwierig» seien.Der Stadtrat stimmte schliesslich der Rechnung 2008 mit einem Aufwand von 249,15 Millionen, einem Ertrag von 252,68 Millionen und einem Plus von 3,53 Millionen einstimmig zu.

tt/mik

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