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Furcht vor Hagel grösser als vor Kälte

Die Rebberge am Thunersee haben die frostigen Tage Mitte Mai ohne grösseren Schaden überstanden – dank der Nähe zum Wasser. Die Rebmeister fürchten denn auch den Hagel mehr als die Kälte.

Er hegt und pflegt die Reben in Oberhofen: Rebmeister Simon Eberli hofft auf einen guten Jahrgang. Das Wachstum sei erfreulich.
Er hegt und pflegt die Reben in Oberhofen: Rebmeister Simon Eberli hofft auf einen guten Jahrgang. Das Wachstum sei erfreulich.
Marc Imboden

«Da unser Rebberg nicht in einer Mulde liegt, ist die Gefahr von Frostschäden nicht so gross», sagt Simon Eberli. «Die kalte Luft kann so problemlos abfliessen.» Eberli ist Rebmeister in Oberhofen und hat deshalb stets ein wachsames Auge auf die Reben des 2,6 Hektaren grossen Rebbergs. Die Nähe zum Thunersee, der Wärme speichert, mindert zusätzlich das Frostrisiko. Mehr als die Kälte fürchtet der Aargauer Eberli denn auch den Hagel. Gemäss Statistik sei jedes dritte Jahr ein Hageljahr. Je nach Heftigkeit könne es zu grossen Schäden bei den Reben kommen. Eberli kümmert sich aktuell mit Freiwilligen der Rebbaugenossenschaft um den Hagelschutz und montiert Netze. «Wir machen heuer einen Versuch mit einer neuen Art von Hagelschutznetz», sagt Eberli. Etwas mehr als ein Zehntel des Rebbergs wird damit geschützt. Wenn sich das System bewährt, will Eberli, der mit dem Wachstum der Pflanzen heuer bisher zufrieden ist, alle Reben damit schützen.

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