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«Genug Sonne für ein Leben gespeichert»

Auf seiner «Lido»-Tour macht Michael von der Heide am Samstag im Lido Mühleplatz Halt und bringt seine Electro-Chansons ans Festival Am Schluss. Im Interview erinnert er sich an denkwürdige Momente in Thun und erklärt, warum es mit der neuen CD etwas länger dauert.

Michael von der Heide mit einer Tänzerin: Er singt am Samstag in Thun.
Michael von der Heide mit einer Tänzerin: Er singt am Samstag in Thun.
zvg

Michael von der Heide, Sie sind schon oft in Thun aufgetreten. Was verbindet Sie mit der Stadt? Michael von der Heide: In Thun erhielt ich meinen ersten Preis als Sänger, und zwar den Goldenen Thunfisch – da hab ich ganz starke Erinnerungen. Und natürlich ist es für jeden Musiker, der etwas auf sich hält, eine Ehre, im legendären Mokka zu spielen. Diese hatte ich schon ein paar Mal.

Gibt es Thuner Konzerte, die Ihnen in spezieller Erinnerung sind? Ja, zum Beispiel das Thunfest vom letzten Jahr. Wie hat das gschifft – doch das Publikum liess sich die Laune nicht verderben. Auch wunderschön war das Doppelkonzert mit Sina auf dem Schiff. Singend über den Thunersee zu schippern, hat schon was.

Apropos Wasser: Der Name Ihrer aktuellen Tour, «Lido», passt ja gut zum Auftritt beim Festival Am Schluss. Dieses findet direkt an der Aare statt. Was werden Sie tun, damit der Auftritt nicht ins Wasser fällt? Da ich im Bergdorf Amden, einer Sonnenterrasse, aufgewachsen bin, habe ich genug Sonne für ein ganzes Leben gespeichert! (lacht)

Und was bringen Sie mit an die Aare? Ich habe einige neue, tanzbare Songs und eine super Band im Gepäck. Natürlich werden aber auch ältere Lieder wie «Jeudi amour», «Paris c’est toi» oder die Geschichte der Helvetia nicht zu kurz kommen. Es wird ein schöner Abend – auch wenn es, was ich nicht hoffe, regnen sollte.

Sie sind auf «Lido»-Tour, haben mit DJ Antoine auf seinem neuen Album zusammengearbeitet und bei Cassandra Steens Top-5-Album in Deutschland mitgewirkt. Was machen Sie eigentlich lieber: live auftreten oder im Studio an Songs basteln? Wenn ich lange auf Tour bin, vermisse ich manchmal die intime Studioarbeit, und wenn ich viel im Studio oder zu Hause am Klavier sitze, zieht es mich wieder auf die Bühne. Ich geniesse das Unterwegssein mit meiner Band – kein Tag, kein Konzert, kein Publikum ist wie das andere. Ich liebe die Abwechslung, daher schreibe ich auch gerne für andere Leute oder helfe bei anderen Projekten.

Zu Beginn Ihrer Karriere veröffentlichten Sie alle ein bis zwei Jahre ein neues Album. Zuletzt dauerte es länger. Warum? Ich gebe einem Album so viel Zeit, wie es braucht. An meiner neuen Scheibe «Lido», die am 26.August erscheinen wird, arbeitete ich über drei Jahre. Nicht jeden Tag natürlich Ich sang dazwischen in einer Inszenierung von Christoph Marthaler in Basel und war mit meiner Band unterwegs. So hatte ich den Luxus, einige neue Lieder schon mal vor Publikum zu singen, was mir dann im Studio sehr zugute kam.

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