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Gewalttätiger Kosovare ausgewiesen

Ein Ausländer wurde wegen einer längeren Freiheitsstrafe des Landes verwiesen. Das Bundesgericht stützt den Entscheid.

A. stammt aus Kosovo, reiste als 11-Jähriger in die Schweiz ein und erhielt die Niederlassungsbewilligung. Seine Verwandten besassen bereits eine solche. Währenddem sich diese korrekt verhielten, lief es bei A. nach dem Jugendalter anders. Er war 20-jährig, als ihn das Kreisgericht Thun zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilte. Das Thuner Gericht sah schwere Körperverletzung sowie mehrfach begangene Tätlichkeiten als erwiesen an.

Die Einwohnerdienste der Stadt Thun widerriefen die Niederlassungsbewilligung und wiesen ihn aus der Schweiz weg. A. rekurrierte dagegen bei der Polizei- und Militärdirektion sowie beim bernischen Verwaltungsgericht – erfolglos.

«Niederträchtig»

A. erhob nun Beschwerde an das Bundesgericht. Im Urteil der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung wird nun erwähnt, dass ihn eine Rückkehr in seine Heimat zwar «hart treffen» möge. Dem stand in der Begründung aber entgegen, dass laut Strafgericht «niederträchtige und gefährliche Gewalttaten» vorlagen; A. war in eine Messerstecherei verwickelt und traktierte eine wehrlose Person mit Faustschlägen und Fusstritten. Es sei allein dem Zufall zu verdanken, dass die Opfer nicht lebensgefährlich verletzt wurden. Dies widersprach auch der allzu einfachen Behauptung des Beschwerdeführers, es bestehe keine Rückfallgefahr. A. brachte auch vor, er sei beruflich integriert. Was auch nicht zutraf: Vielmehr wechselte er innert kurzer Zeit mehrmals die Arbeitsstelle.

Gemäss dem Bundesgesetz über die Ausländer ist bei einer Strafe von über einem Jahr ein Weiterbestehen der Niederlassungsbewilligung ausgeschlossen. Die Beschwerde wurde deshalb vom Bundesgericht abgewiesen, A. muss nun die Schweiz verlassen.

TT/esch

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