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Grossrat sticht mit Sparvorschlag ins Wespennest

Der Zweisimmer FDP-Grossrat Hans-Jörg Pfister verlangt in einem Vorstoss, dass der Kanton prüfen soll, ob er aus Spargründen beim Bahnhof Zweisimmen auf ein bestimmtes Ausbauprojekt verzichten soll.

Der Oberländer Grossrat Hans-Jörg Pfister (FDP).
Der Oberländer Grossrat Hans-Jörg Pfister (FDP).

Der Zweisimmer FDP-Grossrat Hans-Jörg Pfister verlangt in einem Vorstoss, dass der Kanton prüfen soll, ob er aus Spargründen beim Bahnhof Zweisimmen auf ein bestimmtes Ausbauprojekt verzichten soll. Damit zog sich Pfister den Unmut seiner Oberländer Ratskollegen zu. Es sei unverständlich, dass gerade Pfister als Zweisimmer eine solche Forderung stelle, war verschiedentlich zu hören.

Unverständnis schlug Pfister auch von Seiten der Tourismusvertreter im Rat entgegen. Das Projekt sei für den Tourismus im Oberland wichtig, betonten sie.

Mitfinanzierung sei zu hinterfragen

Mit seinem Postulat zielte Pfister auf eine geplante Umspuranlage von Schmalspur- auf Normalspur, die beim Bahnhof Zweisimmen realisiert werden soll. Diese Anlage ist nötig, um künftig einen umsteigefreien Zugbetrieb zwischen Montreux und Interlaken zu gewährleisten. Dieses Vorhaben nennt sich «TransGoldenPass».

Diese reine Komfortsteigerung für Passagiere mitzufinanzieren sei in Zeiten einer leeren Staatskasse zu hinterfragen, befand Pfister. Hingegen dürften die beim Bahnhof Zweisimmen dringend nötigen Arbeiten an den Sicherungsanlage nicht angetastet werden, betonte Pfister.

Wirtschaftlichkeit prüfen

Er verlange lediglich, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts objektiv geprüft werde, versuchte der Postulant die zum Teil aufgbebrachten Oberländer Ratskollegen zu beschwichtigen.

Genau das mache der Kanton derzeit, versicherte Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger im Rat. Der Kanton werde ein solches Projekt nur mitfinanzieren, wenn die Wirtschaftlichketi gegeben sei.

Ein wesentlicher Teil der Umbaukosten werde auch ohne die Umspuranlage anfallen, führte Egger aus. Auf die aus Sicherheitsgründen dringende Sanierung des Stellwerks könne nicht verzichtet werden.

Es sei sinnvoll, beide Projekte zu verbinden, sofern die Wirtschaftlichkeit des «TransGoldenPass»-Projekts nachgewiesen werden könne.

Im Rat hatte Pfisters Forderung keine Chance. Den einen Punkt des Vorstosses lehnte das Parlament ab, den anderen nahm es zwar an, schreib ihn aber umgehend als bereits erledigt ab.

SDA/mas

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