Hitze hielt viele Thunfest-Besucher von der Aktivzone fern

Thun

Das Thunfest ist neu in Zonen unterteilt, und in einer davon kann man sich aktiv betätigen – in der Aktivzone auf dem Aarefeldplatz.

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Skateboarder üben ja bekanntermassen nur, wenn ihnen dabei jemand zuschaut. Aber hier in der Aktivzone des Thunfests auf dem Aarefeldplatz, wo sie eine schöne Halfpipe zur Verfügung hätten, sammeln sie sich am Freitagnachmittag nur spärlich und setzen sich lieber erst mal etwas in den Schatten des Festzelts, trinken Sinalco und reden miteinander.

Fordert man sie dazu auf, doch etwas vorzuzeigen, deuten sie nach draussen oder nach oben, verweisen auf die Hitze und ziehen gemächlich an ihren Zigaretten. Vielleicht sind sie auch etwas eingeschüchtert von Mägi Glaus, der die Halfpipe aufgebaut hat. Eingeschüchtert nicht von seinem Wesen, sondern von seinen Fahrkünsten. Der 39-Jährige fährt auf der Halfpipe, als ob es die leichteste Sache der Welt wäre. Dabei nicht ganz ungefährlich: Glaus hat sich schon eine Gehirnerschütterung und eingeschlagene Zähne geholt.

Kinder kennen keine Angst

Aber wahrscheinlich liegt es doch an der Hitze. Es ist unerträglich heiss auf dem Plattenboden des Aarefeldplatzes. Die aufmerksamen Organisatoren haben schnell reagiert und einen Gartenschlauch installiert, mit dem sich die Kinder willig nass spritzen lassen. Kinder stört Hitze weniger.

Am meisten gefragt ist bei den jungen Besuchern der Pump-Track. Das ist neudeutsch für einen Velorundkurs mit Wellen und Steilwandkurven. Durch das Auf und Ab gewinnt der Fahrer dauernd neuen Schwung. «Das Ziel ist es, ohne treten durchzukommen», sagt Barbara Linder von der Flying Metal Crew, die den Rundkurs aufgestellt hat. Ziemlich schmal ist die Fahrspur und ziemlich steil die Kurven.

Aber schon Fünfjährige brettern auf dem Parcours, als könnten sie jahrelang Velo fahren; Angst sieht man nicht in ihren Kinderaugen. «Die Erwachsenen machen sich mehr Gedanken und haben mehr Angst als die Kinder», sagt Barbara Linder.

Bilder mit Schablonentechnik

Eine Aktivität der nichtsportlichen Art bietet der Verein Propart, der Veranstalter der Propart Urban Session, einem jährlichen Wettbewerb in der Konzepthalle 6 in Thun, in der Künstler in verschiedenen Maltechniken gegeneinander antreten. Eine davon ist die sogenannte Schablonentechnik, die beim Stand des Vereins unter fachkundiger Anleitung ausprobiert werden kann. Mit Hilfe von Papier, Schere und Spraydosen bringt auch das zeichnerisch unbegabte Kind ein schönes Gemälde zuwege.

Wenig los in der aktiven Zone

Aleksandra Lato vom Organisationskomitee des Thunfests freut sich, dass das Thunfest mit der Aktivzone nun tagsüber ein Programm anbietet. Auch die Zeit sei ideal: «Die Leute sind zurück aus den Ferien, und die Kinder haben noch frei.» Die grosse Hitze auf dem vollkommen zubetonierten Platz vor dem Manor drückte aber wohl bei manchem das Aktivitätsbedürfnis oder verlagerte es ins Freibad – die Angebote wurden mit Ausnahme des Pump-Tracks eher spärlich genutzt. Am späten Nachmittag übrigens war auf der Halfpipe endlich etwas los. Nacheinander zeigen die Mitglieder der Roll-& Rock-Crew, was sie auf ihren vier Rädern alles können. Allerhand.

Thuner Tagblatt

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