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Höchhus: Muss der GGR bald ausweichen?

Der Dachstock des Höchhus wird womöglich bald vermietet. Die Interessenten möchten den obersten Stock pro Jahr jeweils rund sechs Monate belegen. Während dieser Zeit müsste der GGR seine Sitzungen wieder in der Aula Schönau abhalten.

Der GGR Steffisburg bei seiner ersten Sitzung im Dachstock des Höchhus am 22.August 2008. Künftig wird der Rat seine Debatten möglicherweise wieder ab und zu in der Aula Schönau abhalten.
Der GGR Steffisburg bei seiner ersten Sitzung im Dachstock des Höchhus am 22.August 2008. Künftig wird der Rat seine Debatten möglicherweise wieder ab und zu in der Aula Schönau abhalten.
Patric Spahni

Seit knapp drei Jahren finden die Sitzungen des Grossen Gemeinderats (GGR) von Steffisburg im Dachstock des Höchhus statt. Davor war das historische Gebäude in den Jahren 2007 und 2008 umfassend und unter Einbezug der Denkmalpflege und des Archäologischen Diensts saniert worden (wir berichteten mehrmals). Nebst den GGR-Sitzungen wird der Dachstock seither nur vereinzelt für private Anlässe genutzt. Ein Dauermieter fehlte bislang.

Dies könnte sich nun aber bald ändern: «Die Gemeinde steht in Verhandlungen mit einem Interessenten, der den Dachstock pro Jahr für jeweils rund sechs Monate mieten möchte», sagt Gemeindepräsident und Höchhus-Stiftungsratsmitglied Jürg Marti. Da die Gespräche am Laufen und die Verträge noch nicht abgeschlossen sind, will Marti zurzeit keinen Namen nennen. «Unser Ziel ist es aber, die Öffentlichkeit noch vor der nächsten GGR-Sitzung zu informieren», so Marti. Diese findet am 25.August statt. Sollte das Mietverhältnis wie angedacht zustande kommen, wird künftig rund die Hälfte aller Sitzungen des Grossen Gemeinderats wieder in der Aula Schönau abgehalten.

Vorteil: Bessere Auslastung

«Mit einem Dauermieter könnten wir im Vergleich zu heute eine weitaus bessere Auslastung des Dachstocks erzielen», nennt Marti einen der wichtigsten Vorteile. Dies würde sich auch finanziell positiv auswirken: Aktuell schlägt die Vermietung des Dachstocks in der Höchhus-Rechnung mit rund 6000 Franken zu Buche. Wie viel Geld es künftig sein könnte, sei noch offen, «aber es ist klar, dass wir uns bei den Mieteinnahmen eine Verbesserung gegenüber heute erhoffen», gibt Marti unumwunden zu.

Zur Erinnerung: Der Grosse Gemeinderat bewilligte im Juni 2010 verschiedene Massnahmen zur Bilanzsanierung der Stiftung Höchhus. Dieser Schritt war nötig geworden, weil die Liegenschaft massiv überbewertet war und die Stiftung Liquiditätsprobleme hatte. Zu den Massnahmen gehörten unter anderem die Bewilligungen eines zinslosen Darlehens in der Höhe von 750000 Franken sowie eines Forderungsverzichts von einer weiterer Million Franken auf dem Darlehen des Steffisburger Verwaltungsvermögens.

Neue Köpfe im Stiftungsrat

Ebenfalls letztes Jahr forderte die Gemeinde vom Stiftungsrat, die Funktionen Marketing, Gastronomie und Finanzen/Immobilien neu in den Rat zu integrieren. «Wir haben diese Forderung mittlerweile zu zwei Dritteln erfüllt», erklärt Marti. Konkret bedeutet dies: Die Chargen Marketing und Finanzen/Immobilien sind neu besetzt, und zwar durch Markus Binggeli beziehungsweise Urs Frey. Die beiden waren bislang nicht Mitglieder des Stiftungsrats. Ein Vertreter für die Gastronomie fehlt momentan noch.

Da die Gesamtsitzzahl im Stiftungsrat unverändert sieben beträgt, sind drei Bisherige aus dem Rat ausgeschieden: Vizepräsident Hans Rudolf Feller, Sekretär Hans Ulrich Schmid sowie Mitglied Anton Pfister. Sie haben alle ihren Rücktritt eingereicht.

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