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Iglu-Dorf zügelt auf Saanerslochgrat

Das Iglu-Dorf auf dem Gstaader Eggli zieht im Winter auf den Saanerslochgrat. Der Grund: Die 400 Meter höhere Lage soll dem Dorf längere Betriebszeiten bescheren. Der Oberländer Standort soll unbedingt bestehen bleiben.

Heisses Wasser im eiskalten Iglu: Neu gibt es für Gäste im Iglu-Dorf einen Whirlpool.
Heisses Wasser im eiskalten Iglu: Neu gibt es für Gäste im Iglu-Dorf einen Whirlpool.
zvg

«Mit dem Wechsel von Gstaad nach Saanenmöser können wir unseren Gästen längere Betriebszeiten offerieren», sagt Adrian Günter, Geschäftsführer der Iglu-Dorf GmbH in Stansstad. Nebst dem Iglu-Dorf in Gstaad betreibt sie noch vier andere Standorte in der Schweiz. Es liege in der Natur der Sache, dass ein Iglu-Dorf auf Schnee und Kälte angewiesen sei. Er fügt an: «Mit dem Umzug auf den Saanerslochgrat gewinnen wir fast 400 Meter an Höhe.» Gebaut werden sollen die Iglus direkt neben dem Bahnausgang Saanerslochgrat. Der Geschäftsführer erhofft sich, dass das Dorf damit nächstes Jahr bis zu Ostern offen halten zu können.

Vom neuen Standort betroffen sind zwei Parzellen der Gemeinden Saanen und Zweisimmen; das Baugesuch liegt auf beiden Bauverwaltungen bis am 12. Oktober auf. «Das Land gehört einer privaten Alpgenossenschaft», sagt Adrian Günter.

Standort Oberland wichtig

«Wir haben nur einen Standort im Oberland und wollen diesen unbedingt behalten», sagt Günter. 1600 Gäste beherbergte das Iglu-Dorf Gstaad letztes Jahr, 86 Prozent von ihnen waren gemäss Angaben des Geschäftsführers noch nie in der Region. Günters Fazit: «Wir sind ein wichtiger Tourismusmagnet.» Viele Gäste würde eine Nacht im Iglu-Dorf verbringen, die restliche Ferienzeit dann jedoch in einem der Hotels der Region verbringen.

Ökologische Iglus

Eine gute, ökologische Nachricht kommt noch hinzu: Das Ziel von Initiator Günter lautet: Die Iglu-Dörfer sollen in Zukunft vollständig CO2-neutral werden. Bei diesem Projekt werden die Dörfer von der Energieversorgerin BKW unterstützt. Nach Begehungen, Erfassung und Auswertung der CO2-Emmissionen in der letzten Saison wurde klar: «Im Vergleich zu einem herkömmlichen Hotel sind die Iglu-Dörfer schon sehr gut in Sachen Energieeffizienz und Stromverbrauch. Und doch verfügen sie noch über Einsparpotenzial», sagt Projektleiter Bruno Spring von der BKW. Das Unternehmen unterstützt die Iglu-Dorf GmbH als Energieberaterin.

«Es wird berechnet, wie viel CO2 wir ausstossen. Als Kompensation dafür investieren die GmbH Geld in ein Wasserkraftwerk in Sumatra, Indonesien», erklärt Geschäftsführer Adrian Günter. Dort soll die einheimische Bevölkerung dann hoffentlich vermehrt auf erneuerbare Ressourcen wie eben Wasserenergie zurückgreifen anstatt Strom aus einem Dieselkraftwerk nutzen.

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