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Invasion auf der Schynigen Platte

Die invasive Spanische Wegschnecke dürfte vom Klimawandel profitieren. Das zeigt ein Versuch, den Forschende der Universität Bern zwischen Gündlischwand und der Schynigen Platte durchführten.

In der Klimakammer des Instituts für Ökologie und Evolution der Uni Bern zeigt Eva Knop die Schnecken, an denen ihre Gruppe forscht.
In der Klimakammer des Instituts für Ökologie und Evolution der Uni Bern zeigt Eva Knop die Schnecken, an denen ihre Gruppe forscht.
Sibylle Hunziker

1965 wurde erstmals festgestellt, dass Spanische Wegschnecken auch in der Schweiz herumschleichen. Seither hat sich diese Nacktschneckenart, die zuvor nördlich der Alpen nicht vorkam, überall in den tieferen Lagen etabliert. Die Folgen waren bisher vor allem im Gartenbau und in der Landwirtschaft unübersehbar: Die invasive Wegschnecke frisst wesentlich mehr als ihre nahe einheimische Verwandte, die Braune Wegschnecke, und sie tritt in Massen auf: «Wenn irgendwo ein schöner Salatkopf lockt, kann man bis zu 300 Spanische Wegschnecken pro Quadratmeter zählen», sagt Eva Knop, die die neuesten Forschungsarbeiten an der Uni Bern leitet. «Braune Wegschnecken haben niemals eine so hohe Dichte erreicht und auch nie so viele Schäden an Kulturen verursacht. Schneckenkörner werden primär wegen der Spanischen Wegschnecke gestreut.»

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