Ja zu einem neuen Dorfzentrum

Buchholterberg

Der Souverän gab grünes Licht für die Umzonung von drei Parzellen. Damit kann der Dorfkern von Buchholterberg neu gestaltet werden. Die Rechnung schliesst mit einem Defizit von gut einer halben Million Franken besser ab als budgetiert.

Die Parzellen rund um das Postgebäude in Heimenschwand werden von der heutigen Zone für öffentliche Nutzung in eine Zone mit Planungspflicht umgezont.

Die Parzellen rund um das Postgebäude in Heimenschwand werden von der heutigen Zone für öffentliche Nutzung in eine Zone mit Planungspflicht umgezont.

(Bild: Silvia Kälin)

Seit einigen Jahren prüft die Behörde eine Neugestaltung des Dorfzentrums von Heimenschwand. Die Gemeinde hat keinen Eigenbedarf und möchte die Parzellen zwischen dem Postgebäude und dem ehemaligen Kindergarten deshalb teilweise veräussern.

«Wir haben Anfragen von Interessenten, die das Land überbauen möchten», sagte Gemeinderat und Bauvorsteher Walter Wyss an der Gemeindeversammlung von Buchholterberg. Damit gebaut werden kann, müssen die drei Parzellen von der heutigen Zone für öffentliche Nutzung in eine allgemeine Bauzone umgezont werden.

Wegen der geänderten Verhältnisse kann der Gemeinderat diese Umzonung in einem ordentlichen Verfahren vollziehen und braucht keine Ortsplanungsrevision abzuwarten. Die Parzellen sollen in eine Zone mit Planungspflicht (ZPP) umgezont werden.

4% der Stimmberechtigten

«Die ZPP verlangt eine Überbauungsordnung», sagte Wyss. Das bedeute, dass das Verfahren durch die Behörde und einen Fachausschuss begleitet werden kann. «Das ist wichtig, damit wir das schöne Ortsbild erhalten können», betonte der Bauvorsteher. Nach einigen kritischen Wortmeldungen zum möglichen Wertverlust des Landes und den fehlenden Parkplätzen stimmten die 48 Stimmberechtigten (4%) dem gemeinderätlichen Antrag grossmehrheitlich zu.

Ihr Einverständnis gaben sie ebenso zur Veräusserung von zwei der drei Parzellen. Dabei soll der Park- und Buswendeplatz in zwei Parzellen aufgeteilt werden und die Stammparzelle mit dem Postgebäude im Besitz der Gemeinde verbleiben.

Steuererträge rückläufig

Die Rechnung 2013 schliesst besser ab als budgetiert. Bei einem Ertrag von 5,6 Millionen Franken resultiert ein Defizit von 512206 Franken. Prognostiziert war ein Aufwandüberschuss von 783000 Franken. Der Minderaufwand von 270823 Franken kam laut Gemeinderat dank Budgetdisziplin und Sparanstrengungen bei Sachausgaben zustande. Beigetragen haben auch der schneearme Winter und der tiefere Abschreibungsbedarf. Laut Gemeindepräsident Beat Haldimann gabs jedoch höhere Kosten bei der sozialen Wohlfahrt. «Die Entschädigungen an den Kanton nehmen laufend zu.» Auch die Entwicklung der Steuererträge sei stetig rückläufig. Der Fehlbetrag wird dem Eigenkapital belastet, das noch immer gut 3,3 Millionen Franken beträgt.

Haldimann relativierte: «Sollte das Eigenkapital weiter abnehmen, muss eine Steuererhöhung in Betracht gezogen werden.» Der Souverän sagte einstimmig Ja zur Rechnung und nahm Kenntnis von kleineren Nachkrediten. Zu den Investitionen sagte er, die grössten Beträge (total rund 3,5 Millionen Franken) seien 2013 für die Erweiterung des Schulhauses Badhus und den Werkhof Hinder-Aegerte getätigt worden.

Thuner Tagblatt

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