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Jetzt gehts auch ohne Holz

1020 Holzspriessen stützten den einsturzgefährdeten Lawinenschutztunnel. Das ist vorbei, der Druck ist weg: Als Teil der Hauptarbeiten werden die Stämme nun abschnittsweise ausgebaut. Laut Kanton verläuft die Sanierung nach Plan.

Ein Vorfall unterstrich die Dringlichkeit eines zuverlässigen Lawinenschutzes in Mitholz. «Noch am Tag des Baubeginns, am 21. April dieses Jahres, mussten die Erdarbeiten zur Entlastung des Tunnels wegen Lawinengefahr eingestellt werden.» Das schreibt Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) im Newsletter zur Mitholztunnel-Sanierung. Für die Regierungspräsidentin «Ironie des Schicksals».

21,5 Millionen

Dem Schicksal überlassen wird das Bauwerk nicht. Es wird mit einer 21,5 Millionen Franken teuren Sanierung seit April wieder zu dem gemacht, was es immer sein sollte: ein Schutztunnel. «Wir sind im Zeitplan», sagt Jürg Herrmann, Projektleiter beim Tiefbauamt. In einem ersten Sanierungsschritt waren bis Mitte August 130000 Kubikmeter Erdmaterial abgetragen und auf die Ostseite des Tunnels verlagert worden. Damit nahm der Druck auf das Bauwerk deutlich ab. Zur Abstützung hatten als Notmassnahme 1020 Holzspriessen eingebaut werden müssen. Lasteten auf dem Holz im Juli noch zehn Tonnen, waren es einen Monat später noch deren vier.

Abschnittsweise prüfen

Das machte nun möglich, dass mit dem Ausbau des Holzes begonnen werden konnte. Diese Massnahme bildet mit dem Betonieren des neuen, 20 Zentimeter dicken Innengewölbes die Hauptarbeiten der Instandsetzung. «Die Spriessen werden vom Südportal her abschnittsweise ausgebaut», sagt der Projektleiter. Zuerst prüfe ein Ingenieur einen Abschnitt und gebe diesen dann frei. Laut Herrmann werden die Arbeiten am Tunnelgewölbe im Januar, Februar aufgenommen. «Ins bestehende Gewölbe werden Anker als Verbindung zum neuen Mantel gesetzt.»

Es soll den Winter über gearbeitet werden. Darum wird dem Tunnel demnächst ein Hut in Form eines Zeltes aufgesetzt. «Beim Abtragen des Materials ist man sehr nahe an die Tunneldecke gestossen, der obere Teil wurde sogar freigelegt. Darum stellen wir über diesem Bereich ein Zelt auf, da es Wärme braucht zum Betonieren», erklärt Jürg Herrmann.

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