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Junge Oberländer finden Propeller der Dakota

Spektakulärer Fund auf dem Gauligletscher: Drei 18-jährige Bergsteiger entdecken im Eis den Propeller der legendären amerikanischen Dakota-Maschine, die vor 66 Jahren auf dem Gletscher abgestürzt war.

«Wir haben von weit her etwas aus dem Eis ragen sehen», erzählt Manuel Rufener aus Zweisimmen gegenüber «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens bei der Fundstelle auf dem Gletscher, «da sind wir losgerannt. Als wir dann sahen, dass es sich um den Propeller der legendären Dakota handelt, konnten wir unser Glück kaum fassen.» Den Propeller finden die drei jungen Bergsteiger vergangenen Freitag, als sie für vier Tage auf dem Gletscher unterwegs sind. «Wir kennen die Geschichte der Dakota, seit wir Kinder sind», so Peter Flühmann aus Meiringen, «und wir hatten uns noch am Abend zuvor in einer Berghütte gefragt, ob wir wohl ein Stück der Dakota entdecken werden auf dem Gletscher.»

Mit so einem Fund hätten sie aber in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Die Dakota war nach dem Absturz zugeschneit worden und im Gletscher verschwunden. In den letzten Jahrzehnten ist der Gauligletscher stark geschmolzen und hat erste Überreste des Flugzeuges freigegeben.

«Geburtsstunde der Rega»

«Dieser Propeller gehört zu einem ganz bedeutenden Ereignis der Schweizer Luftfahrtgeschichte, und darum ist dieser Fund etwas ganz Spezielles», erklärt Luftfahrtexperte Peter Brotschi im Fernsehen. Zur Rettung der abgestürzten Dakota im Hochgebirge wurde nämlich erstmals in der Schweiz ein Flugzeug eingesetzt. «Das war sozusagen die Geburtsstunde der Rega», so Brotschi weiter.

Das US-amerikanische Flugzeug Dakota geriet im November 1946 bei der Alpenüberquerung in einen Schneesturm und stürzte auf den Gauligletscher. Die zwölf Passagiere überlebten – mussten aber einige Tage in Eiseskälte ausharren, bis sie schliesslich mithilfe eines Rettungsflugzeuges, das auf dem Gletscher landete, gerettet werden konnten. Diese spektakuläre Rettung sorgte weltweit für Schlagzeilen.

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