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Kanton will den stündlichen IC-Halt in Frutigen

Das Oberland soll stark profitieren: Beim Ausbau des Regionalverkehrs wünscht sich der Kanton Bern einen höheren Takt auf stark belasteten Linien, mehr und längere Züge sowie neue Haltestellen.

Der IC soll in Frutigen stündlich halten. Dies wünscht sich der Kanton Bern.
Der IC soll in Frutigen stündlich halten. Dies wünscht sich der Kanton Bern.
Markus Hubacher

Nach dem Ja der Schweizer Stimmbevölkerung im Februar zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) haben die sechs Planungsregionen gestern beim Bund ihre Ausbauwünsche für den Regionalverkehr 2025 bis 2030 eingereicht. Damit hat der Verteilkampf der Regionen um den ÖV-Ausbau begonnen (siehe Kasten). Wie die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) mitteilt, hat sie die Vorschläge des Kantons Bern über die Planungsregionen West- und Nordwestschweiz sowie Zentralschweiz eingebracht.

Trotz des mässigen Bevölkerungswachstums geht die BVE davon aus, dass der öffentliche Verkehr auch nach 2025 zunehmen wird. Deshalb müssten die Transportkapazitäten vor allem in den Agglomerationen und bei den stark belasteten Fernverbindungen ausgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt die BVE vor, den Takt weiter zu verdichten, in den Stosszeiten mehr Züge einzusetzen, mehr Haltestellen einzurichten und längere Züge anzuschaffen.

Taktänderungen schlägt die BVE für folgende Linien vor:

  • Die Züge der S-Bahn-Linie 6 zwischen Bern und Niederscherli sollen künftig im 15-Minuten-Takt verkehren;
  • die Tramlinie 6 Gümligen-Siloah und Bern-Fischermätteli soll alle 7 Minuten fahren;
  • die S 44 zwischen Bern und Burgdorf soll zum Regioexpress mit Halbstundentakt werden.

Hier sollen zu Spitzenzeiten Zusatzzüge zum Einsatz kommen:

  • in der Agglomeration Biel zwischen Lattrigen und Biel und
  • auf der S-Bahn-Linie S 1 zwischen Bern und Thun.

Auch schlägt der Kanton vor, zu Stosszeiten die Züge der S 31 zwischen Bern und Belp bis Toffen zu verlängern. Für eine bessere Erschliessung strategischer Standorte sollen die sieben neuen Haltestellen sorgen: Kleinwabern, Köniz-Waldegg, Thun-Nord, Wilderswil-Flugplatz, St-Imier La Clef, Bévilard und Villeret.

Schwerpunkt Oberland

Laut der BVE sind zwischen der Stadt Bern und dem Berner Oberland ausgeprägte Kapazitätsengpässe absehbar. Deshalb sieht der Kanton im Berner Oberland einen Ausbauschwerpunkt. Die von ihm bevorzugte Variante will

  • den Halbstundentakt für Intercity-Züge nach Interlaken und Brig;
  • dass der IC nach Brig stündlich in Frutigen hält;
  • längere Regioexpress-Züge ins Oberland (Lötschberger) und
  • durchgehend Stundentakt für die Regioexpress-Züge zwischen Spiez und Zweisimmen.

Auch für die Fernverbindungen zwischen Biel und Basel sowie Biel und Olten via Oensingen will der Kanton einen durchgehenden Halbstundentakt. Auf den Linien von Bern nach Neuenburg, Langnau, Unterzollikofen, Bätterkinden, Kerzers und Lyss, Burgdorf und Sumiswald, Burgdorf und Thun sowie im Berner Jura will der Kanton mit längeren Zügen die Transportkapazitäten ausbauen.

pd/BO/as

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