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Krankenkasse hofft, nicht die billigste zu sein

Die Krankenkassen stehen vor einem heissen Prämienherbst. Auch die Krankenkasse Steffisburg (KKSt) wird kaum umhin kommen, die Prämien zu erhöhen. Den grossen Schock erlebten ihre Kunden aber schon vor einem Jahr.

Einst war sie gefeierte Lichtung im Dschungel der viel zu hohen Krankenkassen-Prämien; heute ist die Krankenkasse Steffisburg (KKSt) soweit, dass der Bund ihr vorschreibt, sie müsse die Prämien erhöhen. Grund: Die Reserven der Kasse genügen den gesetzlichen Vorgaben nicht mehr. Per 1. August musste die Steffisburger Kasse sogar unterjährig eine Prämienerhöhung vornehmen – und zwar um durchschnittlich 5,28 Prozent. Zusammen mit der Prämienerhöhung von satten 25 Prozent im letzten Herbst war das für viele Kunden zu viel: «Wir haben rund 2000 Versicherte verloren», sagt Geschäftsführer Christoph Linder. So sind aktuell rund 7500 Personen bei der KKSt versichert. Wie stark die Prämien für das kommende Jahr steigen, sagt Linder nicht: «Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat allen Kassen einen Maulkorb verpasst», erklärt er. «Wer die Prämien 2011 kommuniziert, bevor das BAG grünes Licht gegeben hat, riskiert eine Busse.» Seine Hoffnung: Dass die KKSt nicht wieder, wie in den letzten Jahren oft, zuoberst auf den Listen der Preis-Vergleichsdienste auftaucht.

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