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«Licht aus» nachts in den Läden der Innenstadt

Nächtliche Ladenbeleuchtung im Detailhandel verursacht Energieverbrauch in einem Zeitraum ohne wirtschaftliche Bedeutung. Die Kampagne «Licht aus» will das ändern. Stadt Thun und IGT machen mit.

Geschäfte sollen ihre Beleuchtung abschalten, ein Blick ins obere Bälliz.
Geschäfte sollen ihre Beleuchtung abschalten, ein Blick ins obere Bälliz.
zvg

«Die Hälfte aller Geschäfte in der Thuner Innenstadt, von der Bahnhofstrasse, Aarestrasse, Unterem und Oberem Bälliz, Hauptgasse bis zum Bern- und zum Lauitor, sind in der Nacht beleuchtet», schreibt die Stadt Thun in einer Medienmitteilung.

In der Zeit zwischen Mitternacht und sechs Uhr in der Früh werde den Läden aber praktisch keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Kampagne «Licht aus» des Vereins Pro obscurare will – zusammen mit der Energie Thun AG, der Energiestadt Thun und der Innenstadtgenossenschaft IGT – die Geschäfte dazu bringen, die Lichter von 24 bis 6 Uhr auszuschalten.

So soll der Detailhandel dafür gewonnen werden, Energiesparpotenziale zu nutzen. «Selten ist Energiesuffizienz so einfach umzusetzen und für alle Beteiligten ein Gewinn», heisst es in der Mitteilung weiter.

Kosten senken, Image fördern

Der Detailhandel könne Kosten senken und einen Imagegewinn erzielen. Das Kampagnenziel entspreche der Energiestrategie 2050 des Bundes und den Zielen der Energiestadt Thun. «Licht aus» leiste zudem einen Beitrag zur Reduktion der nächtlichen Lichtverschmutzung. Die Kampagne wurde 2013 in Basel lanciert und 2014 in der Stadt Zug durchgeführt. Sie gewann den Faktor-5-Publikumspreis 2013 von Sun21 in Basel.

Jetzt wurde der Thuner Detailhandel angeschrieben und durch Abgabe von Infomaterial zum Mitmachen animiert. Die Energie Thun AG bietet den Geschäften vergünstigte Energieberatungen an, und die Energiestadt Thun unterstützt fünf Ladenbesitzende mit einem Beitrag an notwendige Installationen wie Zeitschaltuhren oder effiziente Leuchtmittel mit maximal je 500 Franken. Geschäfte, die bei «Licht aus» mitmachen, können Kunden durch das Anbringen eines Klebers auf ihre Energiesparmassnahmen aufmerksam machen.

Gemäss der Medienmitteilung der Stadt konnten einige Betriebe schon zum Mitmachen bewegt werden. «Geschäfte wie das Warenhaus Schaufelberger AG, Elektro Grossmann und Volz Optik setzen das ‹Lichterlöschen› bereits seit Jahren um und unterstützen das Projekt durch ihre Vorbildfunktion.» Wären alle Läden schweizweit in der Nacht für mindestens sechs Stunden dunkel, «könnten mit der eingesparten Energie etwa 32500 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden», erklärt Barbara Spielmann, Vorstandsmitglied von Pro obscurare.

TT/pd

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