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Linder ist nicht mehr Heimleiterin

Der Bruch zwischen der bisherigen Leiterin des Wohn- und Pflegeheims Schibistei in Heimenschwand, Ruth Linder, und der Betreiberin SENIOcare ist nicht mehr zu kitten. Linder ist ab sofort nicht mehr Heimleiterin.

Die Medienmitteilung der SENIOcare AG mit Sitz in Wattwil SG ist kurz und knapp. «Das Wohn- und Pflegeheim Schibistei in Heimenschwand steht bis auf Weiteres unter neuer Führung. Die bisherige Heimleiterin Ruth Linder und die SENIOcare AG haben sich im gegenseitigen Einverständnis getrennt.» Zu den Gründen, die nach nur 15 Monaten Betrieb zum Bruch geführt haben, ist keine Silbe zu lesen. «Die Trennung erfolgt per sofort», sagt Beat Ammann, CEO bei der SENIOcare AG. Detaillierter will er sich nicht äussern. «Frau Linder und SENIOcare wollen nach vorne blicken und die Vergangenheit ruhen lassen.» Angehörige und Bewohner waren Ende letzter Woche persönlich durch Ammann informiert worden. «Es war eine ruhige und sachliche Veranstaltung», sagt der SENIOcare-Chef.

Linders Ausscheiden habe keinen Einfluss auf die Betriebsführung im «Schibistei», so Ammann weiter. «Die Betreuung läuft weiter wie bisher.» Die interimistische Leitung hat bereits Bernadette Flückiger übernommen. Sie ist Leiterin Region West und Mitglied der Unternehmensleitung bei der SENIOcare AG.

Was ist passiert?

Das grosse Schweigen der Beteiligten hinterlässt einen fahlen Beigeschmack. Laut Insidern haben sich Angehörige von Heimbewohnern, aber auch das Personal über Ruth Linder beschwert (wir berichteten). Unter anderem mangle es ihr an der nötigen Sozialkompetenz. Die angeschossene Linder will sich dazu nicht äussern. «Gemäss meinem Pflichtenheft als Heimleiterin übersteigt es meine Kompetenzen, gegenüber den Medien weiter gehende Auskünfte zu erteilen», hatte sie gegenüber dieser Zeitung erklärt, als sie vor etwas mehr als einer Woche mit den Recherchen konfrontiert wurde. Weiter führte sie aus, sie sei lediglich krank geschrieben. Das sei alles. Der Entschluss der SENIOcare AG und Linder, künftig getrennte Wege zu gehen, lässt erahnen, dass da doch mehr war.

Unterstützung für Linder

Die Vorwürfe an Linder kann Monika Mischler aus Thun nicht verstehen. Sie schreibt in einem Brief an diese Zeitung: «Ich arbeite seit vielen Jahren mit Frau Linder zusammen. Für mich war sie immer eine Super-Chefin.» Die Kritik an Linder mache sie wütend, aber auch traurig. Mischler vermutet, dass die Urheber der Gerüchte Linder mobben wollen. Ähnlich klingt es bei Ursula Suter aus Oberdiessbach. Sie habe jahrelang mit Ruth Linder zusammengearbeitet, schreibt Suter. «Sie war eine stille, zuverlässige, unermüdliche Schafferin, ein Ruhepol in schwierigen Zeiten.»

Probleme gabs hingegen bereits zwei Mal in der Gemeinde Linden, wo Linder das Amt der Gemeindepräsidentin inne hat. So schieden die beiden Ge-meindeschreiberinnen Therese Scheidegger und Anna Maria Fritz im Unfrieden aus der Verwaltung aus.

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