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Mit 140 Fahnen und Standarten im Spiezer Schlossgarten einmarschiert

Mit einem eindrücklichen Jubiläumsfestakt feierten die Oberländer Schützen ihren 100.Verbands- geburtstag. Imposant: 140 Fahnendelegationen zogen zu den Klängen der Spiezer Musik in den Schlossgarten von Spiez.

Der Oberländer Schützenverband (OSV) feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen. In den Händen von alt Nationalrat Hanspeter Seiler lag die tadellose Organisation zur Jubiläumsfeier «100 Jahre OSV». Dazu wurde am Samstag im Schlossgarten von Spiez ein kurzer, würdiger Festakt durchgeführt. Seiler war tief beeindruckt: «Der farbenprächtige Fahnenwald an historischer Stätte ist das Symbol der Verbandsstärke. Der OSV mit seinen 14000 Mitgliedern vereinigt die Staatspolitik, die Gesellschaft und den Schiesssport in einem.»

Der imposante Umzug, angeführt durch die Musikgesellschaft Spiez, hätte eigentlich mehr Zuschauer entlang der Route vom Lötschbergplatz zum Schloss verdient. Mit ihren Vereinsfahnen und Standarten säumten die Fähnriche Schulter an Schulter den herbstlichen Schlossgarten von Spiez vor dem imposanten Panorama der Berner Alpen. Auch Wettergott Petrus war den feiernden Schützen gut gesinnt.

Den Kritikern Hand bieten

Militärhistoriker Jürg Stüssi brachte es als Festredner auf den Punkt: «Für die Freiheit hat sich das Oberland nicht nur gegen fremde Eroberer gewehrt, es hat auch unverständigen Bürokraten und herrschseligen Regierern immer wieder die Grenzen gezeigt. Eine Regierung muss sein, hat aber die Aufgabe, dem Volk zu dienen!» Auch Stüssi wurde es warm ums Herz, und er meinte: «Im Oberland wird nicht nur g’laferet – die Region hat etwas zu sagen. Auch wird nicht nur inszeniert, sondern für die Sache gelebt.»

Mit Grussbotschaften warteten Regierungsrat Christoph Neuhaus und Martin Hug, Präsident des Kantonalen Schiesssportverbandes, auf. Als elfter Verbandspräsident erklärt sich Charles Menetrey bereit, den Kritikern Hand zu bieten, um die anstehenden Probleme im Schiesswesen zu lösen. Menetrey fordert aber auch die eigenen Verbände und Funktionäre auf – weg vom Gärtlidenken –, am gleichen Strick zu ziehen.

Ein zufriedener Seiler

Beim abschliessenden Bankett mit rockiger und humoristischer Umrahmung im Lötschbergzentrum gab sich OK-Präsident Seiler zufrieden: «Ich bin überwältigt, mit welcher Disziplin und Pünktlichkeit der Festakt gefeiert wurde. Eine bemerkenswerte Demonstration der Schützen – in Ruhe und Ordnung.»

Gäste aus England

Ein spezieller Gruss richtete OK-Präsident Seiler in englischer Sprache an die Delegation des British Alpin Rifleclub. Seit einigen Jahren pflegen die Schützen aus England zu Oberländer Schützen freundschaftliche Beziehungen. Da ihre Waffen in der Schweiz lagern, treffen sie sich einmal im Jahr hier zum aktiven Schiesssport.

Aus der langen Liste der geladenen Gäste aus der Politik gaben sich nur die beiden Oberländer Nationalräte Walter Donzé und Erich von Siebenthal sowie einige Grossräte die Ehre. Ebenso leisteten die Vertreter der Oberländer Schiesskommissionen und mit Fritz Reimann auch der Schweizer Schiesssportverband der Einladung Folge.

Im Zeichen des Jubiläums

Das ganze Schützenjahr 2008 wurde vom OSV-Jubiläum geprägt. Die Festivitäten begannen mit der Buchvernissage der Festschrift «Der Oberländer Schütze» von Generalstabchef ausser Dienst und Autor Heinz Häsler. Sportlich begleitete der dezentrale Jubiläumsstich die Schützen während eineinhalb Jahren bis zum Finale dieser Tage in Unterseen (wir haben berichtet).

Der kurze, würdige und besinnliche Festakt der 100 Jahre OSV an historischer Stätte dürfte nun wohl den vielen Ehrengästen und Fahnendelegationen noch lange in Erinnerung bleiben.

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