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Nach Schlägerei im «Mokka»: Braucht es einen Sicherheitsdienst?

Nach der blutigen Auseinandersetzung im Thuner Nachtlokal Mokka werden Fragen zum Thema Sicherheit wieder aktuell.

In der nacht auf Samstag ist es im Café Mokka in Thun zu einer wüsten Prügelattacke gekommen.
In der nacht auf Samstag ist es im Café Mokka in Thun zu einer wüsten Prügelattacke gekommen.
Patric Spahni

Die Ermittlungen rund um den blutigen Zwischenfall vom Wochenende in der Café/Bar Mokka sind in vollem Gang. Am Gesundheitszustand des schwer verletzten Mannes hat sich nichts Wesentliches geändert. «Wir konnten ihn noch nicht einvernehmen», so Polizeisprecher Heinz Pfeuti gestern.

«Ich bin schockiert», sagt Gemeinderätin Ursula Haller (BDP). In ihren Zuständigkeitsbereich als Vorsteherin des Amtes Bildung und Sport fällt auch die Zusammenarbeit mit dem «Mokka», welches von der Stadt finanziell unterstützt wird. Nach dem Zwischenfall einen Zusammenhang mit der Führung des «Mokkas» zu machen, sei falsch. «Dort wird hervorragende Arbeit geleistet.» So etwas dürfe aber nicht wieder passieren. Die Stadt werde mit Pädu Anliker das weitere Vorgehen besprechen. Konkreter konnte sie noch nicht werden. Und Daniel Landis, der als Leiter der Fachstelle Kinder und Jugend mit Anliker im Gespräch ist, war gestern nicht erreichbar.

Security? Schliessung?

Im Raum stehen ein Sicherheitsdienst oder auch eine temporäre Schliessung des Nachtlokals. Die dauerhafte Einführung eines Security-Dienstes ist für Anliker keine Lösung: «Damit anerkennen wir den Einfluss von Gewalttätern», sagt er. «Zudem verlagern wir das Problem nur vor das Haus.» Er ist überzeugt: «Der Überfall vom Samstag hätte mit einem Sicherheitsdienst nicht verhindert werden können.»

Derweil wehrt sich Roberto Balmer, Wirt des benachbarten «Alpenrösli», gegen Anlikers Vorwürfe, die Schläger seien aus seinem Raucherzelt gekommen. «Wir haben das Zelt kurz nach zwei Uhr geschlossen», sagt er. «Da waren noch drei Leute, die wir wegschicken mussten. Ein Mann ging ins ‹Mokka›, die anderen zwei nach Hause.» Sein Mitarbeiter sagt, er kenne die Opfer der Schlägerei, und betont, die Angreifer hätten im Garten des «Mokka» «Verstärkung» von Freunden geholt, nachdem es in der «Mokka»-Disco zu einer Rempelei gekommen war.

Dass das Raucherzelt mittlerweile geschlossen ist, hat keinen Zusammenhang mit der Schlägerei. «Das Fumoir ist ausserhalb des Gebäudes aufgestellt worden und bedarf somit einer Baubewilligung», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi. Zudem sei es vor einem Notausgang platziert worden. «Deshalb habe ich am Freitag um 16 Uhr vor Ort entschieden, dass es bis am Samstag um 18 Uhr weg muss.»

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