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Netzulg AG erhöht Wasserpreise

Per 2015 erhöht die Netzulg AG den Wasserverbrauchspreis um 10 Rappen von 1.35 auf 1.45 Franken pro Kubikmeter. Zudem steigen die Grundpreise um durchschnittlich 75 Prozent.

Der Hauptsitz der Netzulg AG in Steffisburg (Archivbild).
Der Hauptsitz der Netzulg AG in Steffisburg (Archivbild).
Patric Spahni

Bei der Erhebung ihrer Wassergebühren muss sich die Netzulg AG nach den Bestimmungen des kantonalen Wasserversorgungsgesetzes vom 11.November 1996 richten. Diesen nach muss die Wasserversorgung finanziell selbsttragend sein. Sie darf keinen Gewinn abwerfen, aber auch keinen Verlust erzeugen. Gemäss Bestimmungen des Kantons müssen einmalige und wiederkehrende Gebühren erhoben werden, welche die dauernde Werterhaltung der Anlagen gewährleisten.

Grundpreis wird um 75 Prozent erhöht

«Um auch in Zukunft eine zuverlässig funktionierende Infrastruktur im Bereich Wasserversorgung bereitstellen zu können, ist die Netzulg AG gezwungen, den Wasserverbrauchspreis erneut zu erhöhen», wie die Netzulg in einer Mitteilung schreibt. Statt wie bisher 1.35 Franken pro Kubikmeter (entspricht 1000 Litern) werden ab 1. Januar 2015 neu 1.45 Franken pro Kubikmeter erhoben. Der Grundpreis pro Zähler wird um durchschnittlich 75 Prozent erhöht. Die letzten Erhöhungen fanden in den Jahren 1994 und 2012 statt.

Die Erhöhung des Wasserpreises wurde laut Netzulg nötig, weil die Wasserrechnung in Steffisburg seit mehreren Jahren defizitär abschliesst und in das Netz sowie in die Versorgungssicherheit hohe Investitionen getätigt werden. Trotz Bevölkerungszunahme sind der Wasserabsatz und damit auch die Verbrauchereinnahmen stetig gesunken. Die Preise in Steffisburg sind im Vergleich zu anderen Wasserversorgungen im Schweizer Durchschnitt.

«Wasserversorgungen müssen selbsttragend sein»

Zum Aufschlag der Grundpreise pro Zähler um 75 Prozent sagt Andreas Küenzi, Leiter Finanzen der Netzulg: «Das kantonale Wasserversorgungsgesetz schreibt vor, dass die Wasserversorgungen finanziell selbsttragend sein müssen. Der Aufschlag zulasten der Grundpreise gegenüber dem Verbrauchspreis erfolgte dadurch, weil diese bisher eher tief waren.»

Küenzi rechnet vor: Für den kleinsten Zählertypen (maximaler Durchfluss von 5 Kubikmetern pro Stunde) steigt der Grundpreis von 10 Franken pro Monat auf 17.50 Franken (zuzüglich 2,5 Prozent Mehrwertsteuer). Und: «Der eidgenössische Preisüberwacher hat die Tarifanpassung genehmigt», stellt er fest.

Thuner Tagblatt/mgt/sgt

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