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Neu bauen künftig nur mit Ewap?

Mit einem Erstwohnungsanteilsplan (Ewap) für Neubauten will die Gemeinde das Raumplanungsgesetz erfüllen. Die Ortsplanungsrevision ist im Mitwirkungsverfahren.

Blick auf einen Teil von Mürren, das ebenfalls über etliche Zweitwohnungen verfügt.
Blick auf einen Teil von Mürren, das ebenfalls über etliche Zweitwohnungen verfügt.
Fritz Lehmann

Dass in Sachen Zweitwohnungen etwas passieren muss, weil das eidgenössische Raumplanungsgesetz es fordert, ist dem Gemeinderat klar: In der Gemeinde Lauterbrunnen gibt es rund 1000 Erstwohnungen und 2000 Ferienwohnungen. Ruedi Zumstein aus Isenfluh stellte vor, was der Gemeinderat jetzt in der Ortsplanungsrevision vorsieht: Bei Neubauten und Erweiterungen in Wohnzonen soll künftig ein Erstwohnungsanteil von 20 Prozent gelten. Er gilt nicht für bestehende Erstwohnungen, die in Zweitwohnungen umgewandelt werden. Der Auskauf vom Ewap soll immer möglich sein. Mit den Einnahmen könnte Wohnraum für Einheimische gefördert werden. Zumstein weiss, dass in der Gemeinde viele Infrastrukturen, welche auch von den oft begüterten Ferienwohnungsbesitzern mitbenützt werden, hauptsächlich mit Steuern der Einheimischen bezahlt werden. «Die Ferienwohnungsbesitzer signalisierten uns, dass sie beitragsbereit wären», sagte er. Jetzt werden aber die heutigen Zweitwohnungsbesitzer nicht zur Kasse gebeten. «Es fehlen die gesetzlichen Grundlagen», sagte der Mürrner Hotelier Adrian Stähli auf Nachfrage.

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