Zum Hauptinhalt springen

Neuer Uferweg in Sicht

Die Realisierung des Uferwegs vom Thuner Bahnhof Richtung Schadaupark rückt näher: Wenn alles rund läuft, wird ab Spätsommer 2009 eine erste Etappe gebaut. Die Stadt rechnet mit Kosten von 1,43 Millionen Franken.

Vom Thuner Bahnhof zum Schadaupark zu spazieren wäre entlang dem Wasser attraktiver als neben der stark befahrenen Seestrasse. Das ist seit über zwanzig Jahren unbestritten. Auch, dass die Lösung dafür in einem Uferweg läge. Nur bei dessen Realisierung haperte es. Vor acht Jahren hat das Stimmvolk einen Kredit von knapp 2 Millionen Franken abgelehnt und den Uferweg bachab geschickt.

Ein neuer Anlauf

Der Wunsch nach einem Uferweg ab dem Thuner Bahnhof tauchte in der politischen Arena aber immer wieder auf. Zuletzt setzte im Juni 2007 eine überwiesene Motion im Stadtrat dem Anliegen erneut Druck auf. Jetzt nimmt Thun einen neuen Anlauf, wie es auch ein entsprechendes Legislaturziel vorsieht. Die Planung für ein Uferwegteilstück vom Bahnhof bis zum Kohleweiher läuft. Bis Anfang 2009 soll das Projekt vorliegen. «Die Wegführung ist gegenüber früher nicht verändert, der Ausbaustandard aber wurde reduziert», schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Der bis zu zwei Meter breite Weg liegt teils auf festem Grund und teils auf einem Steg entlang dem Kanalufer. Beibehalten wird die Schutzgalerie im Bereich des Kiesumladeplatzes der Balmholz AG. Sie dient der Sicherheit der künftigen Wegbenutzer.

Ohne Bahnhof

Im alten Projekt, das im Jahr 2000 abgelehnt wurde, sollte der frühere Scherzligen-Bahnhof an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren. Er sollte am Uferweg als offene Aufenthaltshalle und für eine Ausstellung über seine Geschichte dienen. Der 1861 erbaute Bahnhof stand seit 1925 in Bern. Er wurde im November 2007 durch Brandstiftung zum grössten Teil ein Raub der Flammen (wir berichteten). Die Reste lagern in Thun. Aus Kostengründen wird nun aber auf eine Rekonstruktion verzichtet. Damit werden im Uferwegprojekt um die 300000 Franken eingespart. Es wird noch mit Kosten von 1,43 Millionen Franken gerechnet. Laut Stadtingenieur Rolf Maurer darf mit Kantonsbeiträgen gerechnet werden. Diese werden aber erst nach Vorliegen des Projektes festgelegt.

Der Zeitplan

So geht es weiter: Zurzeit führt die Stadt Thun mit den vom Uferweg betroffenen Grundeigentümern (BLS, SBB), Privaten und den Mietern Balmholz AG und Furrer Bootsbau Gespräche. Anfang des nächsten Jahres soll das Bauprojekt öffentlich aufgelegt werden –dann werden auch die Details vorgestellt. Falls nicht Einsprachen das Projekt verzögern, Gemeinde- und Stadtrat dem Baukredit zustimmen, kann ab Spätsommer des nächsten Jahres gebaut werden. Das Teilstück wäre demnach im Frühling 2010 fertig.

Und das Reststück Uferweg bis zur Kirche Scherzligen? «Da gibt es noch keinen genauen Zeitplan», will sich Rolf Maurer nicht festlegen. Es ist aber auch Bestandteil der laufenden Gespräche. Im Bereich der früheren Bootswerft Furrer hat sich die Situation insofern geändert, als an ihrer Stelle zwei Wohnhäuser mit Eigentumswohnungen gebaut wurden. Im früheren Projekt war auf eine ufernahe Wegführung verzichtet worden, um den damaligen Werftbetrieb nicht einzu- schränken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch