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Oberländer Skigebiete warten auf den Schnee

Auch am zweiten Advent ist das Skifahren im Oberland nur im Gletscherskigebiet Glacier 3000 möglich. Das milde Wetter und der fehlende Schnee zögern den Saisonstart an mehreren Orten hinaus.

Braun-grün statt weiss: Beim Skilift Höchst-Metsch im Gebiet Elsigen-Metsch in der ?Nähe von Frutigen lag gestern Mittag noch kein bisschen Schnee.
Braun-grün statt weiss: Beim Skilift Höchst-Metsch im Gebiet Elsigen-Metsch in der ?Nähe von Frutigen lag gestern Mittag noch kein bisschen Schnee.
Marius Aschwanden

Wenn die Temperaturen gegen Ende Jahr sinken und die Festtage näherrücken, steigt die Vorfreude aufs Skifahren. In den Oberländer Skigebieten dominiert jedoch weiterhin das Grün der Alpwiesen – und dies am 5. Dezember. Skibegeisterte müssen sich also weiter in Geduld üben: Auch an diesem Wochenende wird im Oberland nur auf dem Gletscher – dem Glacier 3000 – Ski gefahren.

Ab morgen Samstag hätte der durchgehende Winterbetrieb auf der Kleinen Scheidegg und an der Metsch an der Lenk aufgenommen werden sollen. «Wegen Schneemangel und zu warmen Temperaturen» sei dies an beiden Orten nicht möglich, steht auf den jeweiligen Websites. Geschlossen bleibt auch das Frutiger Skigebiet Elsigen-Metsch, das sonst dafür bekannt ist, als eines der ersten Gebiete im Oberland die Tore zu öffnen. Dominik Honegger, Geschäftsführer der Elsigenalpbahn AG, erklärt, ihre Bahnen würden normalerweise zwischen Mitte und Ende November öffnen.

«Für uns ist die Vorsaison von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Es wäre optimal, wenn wir zwei bis drei Wochen vor den anderen Gebieten den Betrieb starten könnten», sagt er. Wegen des warmen November war dies nicht möglich. Die Verhältnisse am Skilift Höchst-Metsch (Bild) lassen nicht ans Skifahren denken. Beunruhigt sei er aber noch nicht: «Es wäre schön, wenn wir geöffnet hätten, aber wir betreiben ein Geschäft in der Natur und mit der Natur», sagt Honegger. Abgerechnet werde erst im April.

Betrieb für Fussgänger

Trotz des fehlenden Schnees wird am Samstag an der Lenk der neue Stand-Xpress Metsch eingeweiht. Das 25 Millionen Franken teure Projekt, das Rothenbach im Talboden mit 10er-Gondeln direkt mit dem Metschstand verbindet, wird für Fussgänger geöffnet. «Sobald die Temperaturen es erlauben und wir 50 Zentimeter Schnee haben, werden wir auch den Winterbetrieb aufnehmen», erklärte der Geschäftsführer Nicolas Vauclair am Donnerstag auf Anfrage.

Die offizielle Eröffnung des Stand-Xpress werde dann am 20. Dezember stattfinden, bei welcher auch der Bundesrat Johann Schneider-Ammann und der Schwingerkönig Sempach Matthias anwesend sein werden.

Bei den Jungfraubahnen hofft man indes, den Winterbetrieb auf der Kleinen Scheidegg bereits ab dem kommenden Montag, dem 8. Dezember, durchgehend aufnehmen zu können. «Es ist nicht das erste Mal, dass wir Anfang Dezember noch keinen Skibetrieb haben. Dies hatten wir zuletzt im Jahr 2011», erinnert sich Patrizia Bickel, Pressesprecherin der Jungfraubahnen.

Die Wetterprognosen würden sie zuversichtlich stimmen. «Wir bedauern, dass wir den Betrieb nicht wie im Vorjahr schon sehr früh starten konnten», sagt Bickel. Entscheidend für die Saison seien aber gute Verhältnisse über Weihnachten und Neujahr sowie in der Hauptsaison im Februar.

Eröffnung verschoben

Auch die anderen Skigebiete in der Region kämpfen gegen den fehlenden Schnee: Auf dem Hasliberg musste die Eröffnung des neuen Skirennzentrums vom 6. Dezember auf den 9.Januar verschoben werden. «Wegen der hohen Temperaturen konnten wir nicht genügend Kunstschnee produzieren», erklärt Reto Schläppi, Leiter des Skirennzentrums. Den offiziellen Saisonstart planen die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, Adelboden und Gstaad, sowie andere Bahnen in der Jungfrau Region am 13. Dezember.

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