Preise für Skipässe fast unverändert

Oberland

Auf die neue Skisaison hin haben die Oberländer Skiorte wieder für Millionen aufgerüstet. Bei den Preisen für Tages- und Saisonkarten übten sie sich aber in Zurückhaltung.

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79 Franken kostet in der neuen Saison eine Tageskarte in Zermatt. Das sind 4 Franken mehr als im Vorjahr. Von solchen Aufschlägen werden Wintersportler im Berner Oberland fast durchwegs verschont. Zwar kostet die teuerste Tageskarte hier mittlerweile auch 72 Franken – für das ganze Gebiet der Jungfrau-Skiregion, für die Teilgebiete Mürren-Schilthorn und Grindelwald-Männlichen zahlen Erwachsene aber immer noch 63 und Kinder 32 Franken. Zermatt ist gemäss einer Umfrage des «Blicks» schweizweit das teuerste Skigebiet, wenn man von den Preisen der Tageskarte für die ganze Skiregion ausgeht. St.Moritz (75 Fr.) liegt an zweiter Stelle, gefolgt von Laax (74 Fr.) und der Jungfrau-Skiregion (72 Fr.).

Aufschläge auf Skipässen verkünden 5 von 12 befragten Skiorten im Oberland (vgl. Tabelle):

Die Jungfrau-Skiregion erhöht die Preise bei den Saisonabonnementen um 20 Franken. Dafür gibts einen stichhaltigen Grund: «Unsere Saisonkarten sind neu vom 1.Dezember bis 30.April auch als Fahrkarte innerhalb der Beo-Abozonen auf dem Bödeli und in den Lütschinentälern gültig», sagt Mediensprecherin Patrizia Pulfer. Somit könne das Abo also auch für Schul- und Berufsfahrten genutzt werden.

«Wegen allgemeiner Tarifan-passungen» erhöht die Niederhornbahn AG laut Sandra Boss die Preise der Tageskarten für Erwachsene um 1 Franken und für Kinder um 50 Rappen.

Gstaad Mountain Rides hebt den Preis für die Kindertageskarte um 4 auf 35 Franken – wobei Kinder unter neun Jahren in Begleitung auch weiterhin gratis fahren. Begründet wird der Aufschlag nicht speziell – Céline Défago, Leiterin Marketing der Bergbahnen Destination Gstaad AG, verweist aber auf die in den nächsten fünf Jahren bevorstehenden Investitionen von rund 80 Millionen Franken.

In Elsigen-Metsch ob Frutigen zahlen Erwachsene künftig 1 Franken mehr für die Tageskarte. «Wir haben die beschneiten Pistenkilometer, den Snowkidspark und die Gratisparkplätze ausgebaut», begründet Dominik Honegger den Aufschlag der Elsigenalpbahnen AG. Und: Weil «Kinder die Zukunft sind», habe man den Preis der Kindertageskarte nicht erhöht.

In Adelboden-Lenk kostet das Saisonabo für Erwachsene neu 10 und für Kinder 5 Franken mehr. Den Aufschlag begründet Geschäftsführer Matthias Werren so: «Seit der letzten Erhöhung haben die Gesellschaften der Skiregion Adelboden-Lenk enorm ins Skigebiet investiert. Letzten Winter wurden die neue Kombibahn Geils–Hahnenmoos sowie ein Speichersee gebaut, auf kommenden Winter wird die neue Zubringerbahn Stand-Xpress Lenk – die erste 10er-Gondelbahn im Berner Oberland – fertig.»

Dafür seien rund 25 Millionen Franken investiert worden. In den Teilgebieten Lenk-Betelberg und Chuenisbärgli kosten die Tageskarten übrigens immer noch 52 Franken für Erwachsene und für Kinder 29 Franken.

Erwähnenswert seien an dieser Stelle noch folgende Begründungen für Nichtaufschläge: «Weil wir ein günstiges Familienskigebiet bleiben wollen, bleiben die Preise gleich», hiess es im Antwortmail der Grimmialpbergbahnen Diemtigtal AG. Und Thomas Reusser liess aus dem Eriz verlauten: «Wir haben die Kosten im Griff, und wir wollen unseren Gästen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten.»

Wieder Millionen investiert

Neben den erwähnten Investitionen in Adelboden-Lenk und in Gstaad hat Letzteres im laufenden Jahr 400000 Franken für das neue «Funslopengebot» (Spielplatz für Kinder), die Beschneiung und die Erneuerung Blitzschutz investiert. Auf Glacier 3000 wird für 1,8 Millionen Franken der Peak-Walk gebaut.

In der Jungfrau-Skiregion wird der Snowpark White Elements im Firstgebiet vergrössert, auf der Bärgelegg gibts eine neue Halfpipe und im Schilthorngebiet einen neuen Snowpark. Die Beschneiungsanlagen werden ausgebaut, und neu ist auch die Talabfahrt nach Wengen beschneit. Die Kosten gab Mediensprecherin Pulfer nicht bekannt.

Im Eriz wurden laut Thomas Reusser 60000 Franken in die Infrastruktur investiert, auf der Grimmialp hat man ein Occasionpistenfahrzeug angeschafft, und auf Elsigen-Metsch wurden 320000 Franken für «effektive Erneuerungen» investiert.

Berner Oberländer

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