Pro Velo macht eine weitere Einsprache

Thun

Pro Velo reichte auch beim Bau eines Kreisels auf der Allmendstrasse in Thun eine Einsprache ein. Wie bereits beim generellen Gesuch für den Strassenausbau fordert der Verein separate Velospuren.

Pro Velo Region Thun hat eine Einsprache gegen den Bau eines weiteren Kreisels auf der Allmendstrasse eingereicht.

(Bild: Heinerika Eggermann Dummermuth)

Für den Bau eines weiteren Kreisels auf der Allmendstrasse braucht es eine Zusatzrunde. Pro Velo Region Thun hat eine Einsprache eingereicht. Zudem sind nach Auskunft von Regierungsstatthalter Marc Fritschi während der in dieser Woche abgelaufenen Auflagefrist auch zwei Rechtsverwahrungen eingegangen.

Zwei Rechtsverwahrungen, aber keine Einsprachen gab es auch beim gleichzeitig publizierten Bau einer neuen Ringstrasse zur Erschliessung des ESP Thun Nord (Kleine Allmend). Die Verwahrungen betreffen laut Fritschi Immissionen und regen die Prüfung allfälliger Lärmschutzmassnahmen an.

Fahrspuren für Velos

Pro Velo hatte bereits letzten März bei der Auflage des Gesamtprojekts der Sanierung der Allmendstrasse eine Einsprache eingereicht. «Wir möchten separate Fahrspuren für Velofahrer, dies auch im Kreisel», erläuterte Präsident René Lüthi auf Anfrage. Häufig seien in Kreiseln aus Platzgründen keine separaten Fahrspuren möglich. «Hier hätte es aber genügend Platz», betonte Lüthi. Die Einsprache geht nun zur Stellungnahme vom Statthalter an das Thuner Tiefbauamt.

Dieses hat bereits auf die letzten März eingereichten Einsprachen reagiert. Neben Pro Velo hatten auch der VCS und Pro Natura Einsprachen eingereicht. Dabei ging es unter anderem um Verbesserung bei der Trottoirüberfahrten bei der Regiestrasse und geplante Baumfällungen.

Da sich die Einsprachen nicht grundsätzlich gegen den Ausbau der Allmendstrasse richten, rechnet Stadtingenieur Rolf Maurer mit einer baldigen Einigung. «Wir haben bereits gewisse Anpassungen gemacht und konnten den Einsprechern teilweise entgegen kommen», sagte Maurer. So sei die Strassenbreite bei den Einfahrten in die Kreisel etwas verbreitert oder Markierungen angepasst worden.

Kosten von sechs Millionen

Der Baubeginn im Frühling 2016 sollte laut Maurer eingehalten werden können. Mit der Eröffnung des Bypasses Thun-Nord Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 sollen die Arbeiten beendet sein. Zur Erinnerung: Als flankierende Massnahme zum Bypass Thun-Nord und weil eine Sanierung ohnehin nötig ist, will die Stadt die 70-jährige und 930 Meter lange Allmendstrasse zwischen dem künftigen Anschluss Bypass Thun-Nord ( und der SBB-Unterführung und der Abzweigung in die Stockhornstrasse komplett sanieren und umgestalten. Für sechs Millionen Franken erhält sie neue Radstreifen und Trottoirs, in der Strassenmitte einen Mehrzweckstreifen sowie am Strassenrand Bäume statt Parkplätze.

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