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Rama und Lüthi schiessen Thun ins Glück

Benjamin Lüthis Siegtor in der 93. Minute zum 2:1 gegen Vllaznia sorgt für die erste Gefühlsexplosion in der neuen Arena Thun und das Weiterkommen der Thuner in der Europa League.

In extremis: In der 93. Minute schiesst Benjamin Lüthi mit seinem Tor zum 2:1 den FC Thun eine Runde weiter.
In extremis: In der 93. Minute schiesst Benjamin Lüthi mit seinem Tor zum 2:1 den FC Thun eine Runde weiter.
Patric Spahni

Im Europa-League-Qualifikationsspiel zwischen Thun und Vllaznia Shkoder lief die 93.Minute. 1:1 lautete der Spielstand zu diesem Zeitpunkt, nachdem Milaim Rama drei Minuten zuvor mit einem Schuss via Lattenunterkante die Führung der Albaner ausgeglichen hatte. Bei diesem Resultat wären die Thuner ausgeschieden. Doch noch einmal wurde es gefährlich im Vllanzia-Strafraum: Thun-Verteidger Stipe Matic warf sich mit dem Mut der Verzweiflung ins Getümmel. Zwar schlug er sich beim Zusammenprall mit dem Goalie den Kopf an, doch Matic leitete den Ball auch weiter zu seinem Teamkollegen Benjamin Lüthi, und dessen Schuss landete auf praktisch identische Weise wie zuvor jener Ramas im Tor von Vllaznia. Das Spiel war gewendet, Thun in der Europa-League-Qualifikation eine Runde weiter, und es gab kein Halten mehr. Die 7193 Zuschauer sprangen von ihren Sitzen auf, ungläubig stürmte Lüthi über den Platz, verfolgt von all den anderen Thunern mit Ausnahme Matics, der benommen im Strafraum lag. Rasch aber kehrte der Abwehrchef für die letzten Spielminuten auf den Platz zurück und konnte nach Spielende mitfeiern. «Ich kann es noch gar nicht glauben», sagte Lüthi später im Kabinengang. «Mit der Brechstange, viel Willen und viel Glück haben wir diese Partie gewonnen.» Nächsten Donnerstag geht das Thuner Europa-League-Abenteuer in Palermo weiter. Um in die Gruppenphase vorzustossen, müssen die Oberländer noch zwei weitere Runden überstehen.

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