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Schlossspiele Thun ziehen enttäuschende Bilanz

Die Auslastung von lediglich 65 Prozent bei «Romeo und Julia auf dem Dorfe» in Steffisburg hat ein Defizit zur Folge. Trotzdem geht es weiter: Ende 2013 wird auf dem MS Berner Oberland Sutton Vanes «Die Überfahrt» gespielt.

1650 Personen bewegte ihre unerfüllte Liebe: Vreneli (Fabienne Schaffer) und Sali (Markus Wey) sahen im Stück «Romeo und Julia auf dem Dorfe» nur noch den Tod als Ausweg.
1650 Personen bewegte ihre unerfüllte Liebe: Vreneli (Fabienne Schaffer) und Sali (Markus Wey) sahen im Stück «Romeo und Julia auf dem Dorfe» nur noch den Tod als Ausweg.
zvg/Andreas von Gunten

Hatte es zu wenig Parkplätze? Ist das Angebot an Freilichttheatern in der Region zu gross? Konkurrenzieren sich die vielen Anlässe im Sommer? «Wir können uns nicht erklären, weshalb wir nach der Pause im Jahr 2011 lediglich eine Auslastung von 65 Prozent erreicht haben», zieht Annemarie Voss, Präsidentin der Schlossspiele Thun, nach der Derniere vom Wochenende Bilanz. Es hätten sechs Schulklassen aus der Region sowie viele Steffisburgerinnen und Steffisburger und Gäste aus dem ganzen Kanton Bern «Romeo und Julia auf dem Dorfe» in Steffisburg gesehen. «Doch wo ist das Thuner Publikum geblieben?», fragt sie sich. Dieses habe nur 15 Prozent der Eintritte ausgemacht.

Das Stück handelt von der unglücklichen Liebe von zwei Kindern zweier verfeindeter Familien. Als diese Feindschaft den Ruin beider Familien herbeiführt und die Aussicht von Vreneli und Sali auf eine gemeinsame Zukunft zerstört, sieht das Paar keinen anderen Ausweg als den Tod.

Defizit rund 10'000 Franken

Von 22 Vorstellungen konnten 20 gespielt werden, 2 mussten abgesagt und 1 wegen starken Regens kurz vor Schluss abgebrochen werden. Rund 1650 Personen sahen das Stück, in dem jeweils 19 Darstellende auf der Bühne standen. «Das Publikum war begeistert, und die Reaktionen fielen durchwegs positiv aus», sagt Annemarie Voss. Doch die Rechnung ging trotzdem nicht auf: «Wir erwarten dieses Mal ein Defizit von rund 10'000 Franken, das der Verein nach den erfolgreichen Jahren jedoch tragen kann.»

Das Schlossspiele-Team lässt sich die Freude auf das neue Stück nicht nehmen: «Wir spielen nächstes Jahr wie angekündigt auf dem Thunersee ‹Die Überfahrt›», kündigt Annemarie Voss an (siehe Box).

2014 Pause, 2015 beim Schloss

Da das eher selten gespielte Gesellschaftsstück erst im November und Dezember gespielt werde und wegen der bevorstehenden Bauarbeiten auf dem Schlossberg noch Etliches nicht planbar sei, werde 2014 ein Jahr Pause eingelegt. «Wenn alles klappt, spielen wir 2015 wieder auf dem Schlossberg», sagt die Vereinspräsidentin. «Was aufgeführt wird und wo genau, ist zwar noch offen; doch geplant ist, dass es ein Eventtheater sein soll.»

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