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Seepegel wird künstlich hoch gehalten

Der Thuner Entlastungsstollen ist fast fertig gebaut. Er soll Überschwemmungen am Thunersee künftig verhindern. Damit der Stollen im Frühsommer 2009 in Betrieb genommen werden kann, sind aber Tests nötig. Dazu werden die Seepegel im kommenden Winter höher gehalten.

Mit diesen Versuchen will das Tiefbauamt des Kantons Bern die Funktionstüchtigkeit des Stollens und seine Auswirkung auf die Schifffahrt überprüfen. Damit die Tests durchgeführt werden können, sind ausreichende Wasserreserven im Thuner- und Brienzersee nötig, teil der Kanton mit. Die Versuchsreihe beginnt am 15. März 2009 und dauert bis Mitte Mai 2009. Anschliessend werden bis Ende März 2010 noch Optimierungen vorgenommen.

Auf die ausserordentliche Absenkung des Brienzersees wird in diesem Winter verzichtet. Sie wäre zur Realisierung von baulichen Uferschutzmassnahmen vorgesehen gewesen. Als Folge der Tests im Frühling 2009 werden die Abflussmenge in der Aare und der Seestand des Thunersees unregelmässig schwanken. Wie der Kanton mitteilt, würden die Abflussmengen aber in dem für diese Jahreszeit üblichen Bereich liegen.

Dem Hochwasserschutz wird auch während den Tests höchste Priorität beigemessen. «Um den Hochwasserschutz am Thuner- und Brienzersee sowie an der Aare jederzeit zu gewährleisten, wird die Hochwassergefahr unter Beizug einer externen Expertengruppe laufend beurteilt», so der Kanton. Drohe eine Überschwemmung, so werde der Seepegel mithilfe des Hochwasserstollens rechtzeitig gesenkt.

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