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Selve-Park wird teurer

Parallel zur Wohnüberbauung baut die Stadt im Selve-Areal einen Park auf 8'000 Quadratmetern. Dafür muss die Betonplatte des heutigen Parkplatzes verschwinden. Die Gesamtkosten für den Park: über 1 Million Franken.

Das Selve-Areal ist die grösste Baustelle in Thun: Das neue Verwaltungsgebäude nimmt immer konkretere Formen an, für die Wohnüberbauung laufen die Abrissarbeiten. Auf der aareseitigen Fläche zwischen Winkelbau/Halle 6 und Aarekraftwerk, wo die Stadt Thun einen öffentlichen Park realisieren will, tat sich hingegen bisher nichts: Die Fläche wird weiterhin als Parkplatz benutzt. Doch hinter den Kulissen läuft die Planung für den Park auf Hochtouren. «Bis Mitte Dezember werden verschiedene Varianten ausgearbeitet, sodass wir Anfang 2009 das Bauprojekt angehen können», sagt Stadtingenieur Rolf Maurer. Die Planauflage ist Mitte 2009 vorgesehen, und der nötige Kreditantrag soll parallel vor den Stadtrat gebracht werden. «So könnte der Park, wenn alles optimal läuft, im Sommer 2010 in Betrieb genommen werden», blickt Maurer in die Zukunft.Kosten: Über 1 MillionEigentlich war ursprünglich vorgesehen, dass der Park auf der Betonplatte, wo heute parkiert wird, erstellt wird. «Doch so wäre es praktisch unmöglich, minimale Anforderungen an die Gestaltung eines Stadtparks zu realisieren», sagt Stadtingenieur Maurer zum Ergebnis der Abklärungen, für die auch ein Geologe beigezogen wurde. Deshalb soll die Platte nun entfernt und das darunterliegende Material, das von der Industrienutzung her verschiedene Schwermetalle enthält, soweit nötig entsorgt werden. Maurer: «So entfernen wir die Schadstoffe auf dem Areal.» Dafür steigen die Gesamtkosten. Maurer rechnet mit über einer Million Franken. Allerdings muss die Stadt nicht den ganzen Betrag berappen: Auch die Investoren der Hochbauten beteiligen sich gemäss Vertrag. Und: Die Stadt Thun erhielt für die Selve-Überbauung im Februar vom Kanton einen Preis für «wegweisende Wohnbauprojekte» (wir berichteten). Wie schon damals kommuniziert, wird ein Teil des Preisgelds von 250000 Franken für den Park eingesetzt.Für die Parkplanung arbeitet die Stadt eng mit den Selve-Investoren zusammen. So sollen Synergien genutzt und Kosten gespart werden. Daraus ergab sich etwa, dass die Scheibenstrasse, die nicht mehr als Durchfahrtsstrasse genutzt wird, in die Parkplanung integriert wird. Spiel- und SportflächeDas Aussehen des Parks auf rund 8000 Quadratmetern Fläche steht noch nicht definitiv fest. Klar ist, dass er verschiedene Elemente enthalten wird: eine Spielfläche, eine Sportfläche, die vom Investor bezahlt wird, Bäume sowie einen Zugang zur Aare als Teil des Uferwegs. «Möglich ist, dass ein Restaurationsbetrieb – zum Beispiel von der geplanten Alterssiedlung – Aussenplätze installiert, wo etwa kleinere Jazzkonzerte oder Ähnliches stattfinden könnten», sagt Stadtingenieur Rolf Maurer. In einer Nutzungsordnung wird dereinst festgelegt, was in diesem Bereich umgesetzt werden kann. Wichtig ist für Maurer: «Wir versuchen kreativ zu sein. Es soll ein lebendiger Park werden!» Und die zuständige Gemeinderätin Jolanda Moser (FDP) fügt an: «Mir ist ein öffentlicher Park, der diesen Namen auch verdient hat, sehr wichtig.» Zudem sei dies eine einmalige und wohl fast letzte Chance, an zentraler Lage einen Park zu schaffen. >

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