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Sonntagsverkauf lockt Tausende in die Stadt

Der zweite Sonntagsverkauf lockte Tausende in die Thuner Innenstadt. Das Interesse galt sowohl den Märitständen im Bälliz als auch der Suche nach dem richtigen Geschenk. Die Umsätze bewegen sich auf dem Niveau von 2008.

Langsam, aber sicher kann Weihnachten kommen: Etliche Kundinnen und Kunden, wie hier im Warenhaus Loeb im Bälliz, nutzten den zweiten Sonntagsverkauf in der Innenstadt, um Geschenke einzukaufen. Die Umsätze der Geschäfte bewegen sich auf dem Niveau von 2008.
Langsam, aber sicher kann Weihnachten kommen: Etliche Kundinnen und Kunden, wie hier im Warenhaus Loeb im Bälliz, nutzten den zweiten Sonntagsverkauf in der Innenstadt, um Geschenke einzukaufen. Die Umsätze der Geschäfte bewegen sich auf dem Niveau von 2008.
Patric Spahni

«Eigentlich bin ich aus Neugier hier, den einen oder anderen Einkauf werde ich aber dennoch erledigen.» So wie Monika Flückiger aus Thun, die gestern Nachmittag im Bälliz unterwegs war, muss es vielen ergangen sein. Der zweite Sonntagsverkauf innert Wochenfrist vermochte wiederum viele Kauffreudige, aber ebenso Schaulustige in die Innenstadt zu ziehen. Im Bälliz und in den angrenzenden Geschäften tummelte sich viel Volk. Während sich die einen draussen bei Glühwein und Grillwaren aufwärmten, suchten die anderen im Innern der Läden nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. Kurz nach drei Uhr waren etwa das Warenhaus Schaufelberger oder der Interdiscount proppenvoll.

Umsätze ähnlich wie 2008

Konkrete Weihnachtseinkäufe erledigte Cyrus Meisels aus Hilterfingen, der Bücher und Kleider in seiner Tasche mit sich trug: «Der Sonntagsverkauf ist eine angenehme Einrichtung. Den Märit bräuchte es meiner Meinung nach nicht, aber er lockt sicher viele an.»

Philipp Bittel, Filialleiter des Warenhauses Loeb, zeigte sich in einer ersten Zwischenbilanz zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft 2009. «Die Umsätze sind vergleichbar mit dem guten letzten Jahr», sagte Bittel. Besonders gefragt seien heuer Parfüm und IGT-Gutscheine. Aus Sicht Bittels ist der Sonntagsverkauf in den letzten Jahren zu einem «regelrechten Familienanlass» avanciert. «Für uns ist er nicht zuletzt aus Werbezwecken wichtig», so Bittel.

Verkauf klares Bedürfnis

Obwohl er noch keine definitiven Zahlen nennen konnte, sprach auch Louis Krebser von der gleichnamigen Buchhandlung von einem guten Sonntag: «Wir merken nichts von einer Krise. Die Kaufstimmung ist gut.» Füllfederhalter und Kalender würden heuer überdurchschnittlich verkauft. «Der Sonntagsverkauf entspricht einem klaren Bedürfnis der Kunden», meinte Krebser. Eliane Diethelm, Geschäftsführerin von Phönix Spiele in der Oberen Hauptgasse, war ebenso zufrieden: «Wir hatten einen guten Tag mit viel Umsatz. Die Leute nehmen sich mehr Zeit und lassen sich beraten.» Der Sonntagsverkauf habe sich etabliert, es sei aber zu begrüssen, dass er nur an zwei Wochenenden gelte.

Nun genügend Parkplätze

Dass in der Oberen Hauptgasse weniger Volk anzutreffen war, erwies sich nicht als Nachteil für die Geschäfte. «Dafür kaufen die Leute dort gezielter ein als im Bälliz», sagte Patrick Aeschbacher. Der IGT-Präsident zog ein positives Fazit: «Viele Detaillisten zeigten sich glücklich. Nach einem eher schlechten November erleben wir einen umso besseren Dezember.» Aeschbacher erwartet für die nächsten drei Tage mit dem Abendverkauf am Mittwoch nochmals einen weiteren Umsatzanstieg.

Die von der Stadt fürs Wochenende zusätzlich freigegebenen Parkplätze beim Viehmarktplatz und an der Allmendstrasse haben sich laut Aeschbacher bereits bewährt. «Das Angebot wurde genutzt, die Parkhäuser wie auch die zusätzlichen Plätze waren stets voll», so der IGT-Präsident. Von Seiten der Stadt war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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