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Stabile Zahlen dank dem Jungfraujoch

Die Jungfraubahn-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr einen Verkehrsertrag von 121,5 Millionen Franken. Erstmals fuhren im Jahr 2014 über 850'000 Gäste zur höchsten Bahnstation Europas.

866'000 Personen besuchten im Jahr 2014 das Jungfraujoch.
866'000 Personen besuchten im Jahr 2014 das Jungfraujoch.
Susanne Keller

«Der Ausflugsverkehr auf das Jungfraujoch – Top of Europe profitierte weiterhin von der steigenden Nachfrage aus Asien», schreibt die Jungfraubahn-Gruppe in einer am Dienstag veröffentlichten Medienmitteilung. 866'000 Personen besuchten das Jungfraujoch, was einer Zunahme von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem besten Ergebnis in der Geschichte entspreche. Beim Verkehrsertrag resultierte ein Plus von 1,8 Prozent. Es habe sich ausgezahlt, dass die Jungfraubahnen den asiatischen Markt intensiv bearbeiteten und die Marke Jungfraujoch – Top of Europe weiter stärkten.

Rückläufige Zahlen im Winter

Das Ergebnis für die Jungfrau-Skiregion fiel hingegen von Jahresbeginn 2014 bis zum Saisonschluss im Frühling 2014 unterdurchschnittlich aus. «Zum Umsatzrückgang führten insbesondere die rückläufigen Zahlen bei den Feriengästen», schreibt das Unternehmen. Und: «Aufgrund der ungünstigen Wetterverhältnisse gestaltete sich auch der Start in die Wintersaison 2014/ 2015 schwierig. Dank leistungsfähiger Beschneiungsanlagen konnten die Jungfraubahnen ab Mitte Dezember 2014 in dem von ihnen betriebenen Teilgebiet Kleine Scheidegg dennoch zahlreiche Anlagen öffnen und gute Pistenverhältnisse anbieten.»

Die Jungfrau-Skiregion ist ein Kooperationsprodukt, an welchem die Jungfraubahn-Gruppe mit über 60 Prozent beteiligt ist. Im Jahr 2014 seien laut Unternehmensangaben erstmals weniger als eine Million Skier-Visits verzeichnet worden. Beim Geschäftsfeld Wintersport ging der Verkehrsertrag um 2,2 Millionen Franken zurück, was ein Minus von 9 Prozent bedeutet.

Plus 13,7 Prozent beim Harder

Im Geschäftsfeld Erlebnisberge, das den Ausflugsverkehr auf den Harder Kulm, nach First und Winteregg–Mürren umfasst, registrierte die Jungfraubahn-Gruppe «durchweg positive Ergebnisse». Vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2014 steigerte die Harderbahn den Verkehrsertrag um 13,7 Prozent. Die Firstbahn verzeichnete eine Umsatzzunahme von 5,3 Prozent. Die Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren erreichte einen Zuwachs beim Verkehrsertrag von 8,1 Prozent. «Insgesamt nahm der Verkehrsertrag beim Geschäftsfeld Erlebnisberge um 7,5 Prozent zu, was einem Rekord entspricht», so die Jungfraubahn-Gruppe.

Herausforderung Eurokurs

Der Start ins Jahr 2015 sei gelungen, blickt das Unternehmen bereits nach vorn. Beim Jungfraujoch habe man die Besucherzahlen bis zum 15.Februar 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent steigern können. «Herausfordernd ist für die Jungfraubahn-Gruppe die Entwicklung des Eurokurses. Kurzfristig ist im Wintergeschäft mit keinen grossen Wirkungen zu rechnen. Es werden jedoch verzögert Folgen spürbar sein.» Die «Diversifikation der Geschäftsfelder und die weiterhin intensive Bearbeitung der asiatischen Märkte» stimmten die Jungfraubahnen jedoch zuversichtlich im Hinblick auf das Sommergeschäft.

Gegen den Abwärtstrend im Wintersport und die schwierige Währungssituation setzen die Jungfraubahnen auf «kontinuierliche Qualitätssteigerung». Das Unternehmen nennt hier vor allem das geplante Projekt V-Bahn, mit dem Anlagen von internationalem Standard geschaffen werden sollen.

BO/pd

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