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Thuner Gemeinderat beharrt trotz Lärm auf Frühreinigung

Der Thuner Gemeinderat beharrt darauf, die Innenstadt am Freitag und Samstag schon frühmorgens maschinell reinigen zu lassen. Er hat die Beschwerden von lärmgeplagten Anwohnern abgewiesen, wie er am Donnerstag mitteilte.

Maschinelle Frühreinigung auf dem Mühleplatz bleibt: Der Thuner Gemeinderat hat die Beschwerden abgewiesen.
Maschinelle Frühreinigung auf dem Mühleplatz bleibt: Der Thuner Gemeinderat hat die Beschwerden abgewiesen.
Patric Spahni

Für das Anliegen der 14 Beschwerdeführer zeigt der Gemeinderat aber Verständnis. Das Tiefbauamt plane deshalb Anpassungen. So könne die Routenführung variiert werden, damit nicht immer die selben Anwohner von Lärm um 5 Uhr betroffen sind. Bei regnerischem Wetter sollen die lärmigen Arbeiten zudem später beginnen.

An fünf von sieben Wochentagen stehen die Reinigungsequipen ab 6 Uhr im Einsatz - doch am Freitag und Samstag beginnen die Arbeiten schon um 05.30 Uhr beziehungsweise 5 Uhr. Dagegen wehrten sich neun Privatpersonen, eine Stockwerkeigentümerschaft, zwei Gastronomiebetriebe, der «Altstadt-Träff» und der Innenstadtleist.

«Wichtige Gründe» für Ausnahmeregelung

In ihrer Beschwerde machten sie geltend, der Lärm der Reinigungsmaschinen störe die bis 6 Uhr dauernde gesetzliche Nachtruhe. Die Stadt hält entgegen, sie könne «aus wichtigen Gründen» Ausnahmeregelungen treffen - und solche Gründe seien hier gegeben.

So habe die Verschiebung der früheren «Partymeile» Selve-Areal in die Innenstadt zu einem starken Anstieg der Verunreinigung geführt. Für eine effiziente Reinigung brauche es Maschinen. Am Samstag müssten die Arbeiten so früh beginnen, weil nachher die Marktfahrenden ihre Stände aufstellten.

Das letzte Wort in dem Fall ist noch nicht gesprochen. Die Beschwerdeführer können den Entscheid des Gemeinderats an den Regierungsstatthalter weiterziehen.

SDA/tan

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