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Tierschützer reichen Anzeige gegen Tropenhaus Frutigen ein

Anfang November verendeten 20'000 Fische im Tropenhaus Frutigen. Dies hat ein juristisches Nachspiel. Die Stiftung für das Tier im Recht hat Strafanzeige eingereicht.

Im Tropenhaus Frutigen sind Anfang November 20'000 Jungstöre wegen eines technisches Defekts verendet. (Archivbild)
Im Tropenhaus Frutigen sind Anfang November 20'000 Jungstöre wegen eines technisches Defekts verendet. (Archivbild)
Markus Hubacher

Der Tod von rund 20'000 Fischen im Tropenhaus Frutigen von Anfang November hat ein juristisches Nachspiel. Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) hat eine Strafanzeige eingereicht.

TIR begründet den Schritt damit, dass bei dem Vorfall allfällige Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz nicht ausgeschlossen werden könnten. Deshalb müsse er umfassend geklärt werden.

Im Tropenhaus in Frutigen sind Anfang November 20'000 junge Störe wegen eines technischen Defekts verendet. Die Sauerstoff- und Wasserpumpen für die Fischbecken waren wegen eines überhitzten Netzwerkteils ausgefallen.

Die technischen Probleme der Anlage sind nach Angaben der Tropenhaus-Verantwortlichen gelöst. Damit das technische System künftig nicht mehr überhitzen kann, stehe unter anderem ein Back-up bereit, sagte Tropenhaus-Sprecherin Beate Makowsky bereits Mitte November.

Das Tropenhaus Frutigen züchtet Störe für die Kaviarproduktion. Die Institution wurde 2009 eröffnet. Sie nutzt die Wärme des Bergwassers aus dem nahen Lötschberg-Basistunnel. In einem Gewächshaus werden tropische Pflanzen angebaut. Die Störzucht liefert Kaviar.

Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) ist eine Non-Profit-Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, als «Fürsprecher der Tiere» aufzutreten. TIR fokussiert nach eigenen Angaben bei ihrer Tierschutzarbeit vor allem auf juristische Aspekte.

SDA/tag

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